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Appell von DIVI und DKG: Korrekte Meldung betriebsbereiter Betten an DIVI-Intensivregister

„Bitte differenzieren Sie so valide wie möglich zwischen den sofort verfügbaren und mit Personal ausgestatteten Intensivbetten und der durch Umschichtung und Umorganisation verfügbaren Notfallreserve an Intensivbehandlungsmöglichkeiten.“
Mit eindringlichen Worten wendet sich die DIVI heute gemeinsam mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) an alle meldenden Kliniken im DIVI-Intensivregister. Durch Rückmeldungen von Rettungsdiensten und regionalen Stichproben war in der vergangenen Woche aufgefallen, dass die Zahlen der noch verfügbaren, unmittelbar für die Versorgung von Intensivpatienten freistehenden Betten, nicht zu 100 Prozent stimmen kann. Genau das ist für eine unmissverständliche Interpretation der Daten und der sich daraus ergebenden Planung in der gesamten Republik unerlässlich.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) und die DIVI, die gemeinsam das DIVI-Intensivregister seit März betreiben, haben deshalb bereits Ende vergangener Woche einen Hinweis im Meldebereich hinterlegt. „Seither sind etwa 1000 betriebsbereite Betten weniger gemeldet worden als vorher“, berichtet Professor Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des DIVI-Intensivregisters sowie Leiter des ECMO-Zentrums der Lungenklinik Köln-Merheim.

Zur Erinnerung: Laut Definition zählt das DIVI-Intensivregister die belegten und freien betriebsbereiten Betten auf den Intensivstationen. Ein intensivmedizinischer Behandlungsplatz gilt als betreibbar/betriebsfähig in einer bestimmten Versorgungsstufe (Low-care, High-care, ECMO), wenn entsprechend der Versorgungsstufe jeweils ein vorgesehener Raum, funktionsfähige Geräte und Material pro Bettenplatz, Betten, und personelle Besetzung mit pflegerischem und ärztlichem Fachpersonal vorhanden sind und eingesetzt werden können.

Entsprechend der offene Brief von DIVI und DKG:

Meldungen im DIVI-Intensivregister

Sehr geehrte Damen und Herren,
zunächst einmal möchten wir Ihnen sehr herzlich für Ihre regelmäßige Beteiligung am DIVI Intensivregister und die Aktualisierung der dort erfassten Zahlen danken. Die Daten sind eine sehr wichtige Grundlage für die weitere Steuerung der Versorgung in den kommenden Wochen und Monaten. Die Aufmerksamkeit, die diesen Zahlen geschenkt wird, ist entsprechend hoch. Die aktuelle Pandemiesituation spitzt sich leider zu und wir erleben den Patientenzuwachs auch in den täglichen Meldungen des DIVI-Intensivregisters.

Heute haben wir die dringende Bitte an Sie, diese von Ihnen täglich übermittelten Meldungen nochmals zu verifizieren. Bei den Meldedaten übermitteln Sie auch die „aktuell freien“ und sofort betreibbaren Intensivbetten und ergänzend dazu die so genannte „Notfallreserve“, die innerhalb von sieben Tagen für die Versorgung verfügbar gemacht werden kann. An einigen Standorten sehen wir eine Diskrepanz bei diesen gemeldeten Daten dahingehend, dass zum Teil „sofort verfügbare freie Betten“ gemeldet werden, für die allerdings zunächst die Notwendigkeit besteht, den Regelbetrieb einzuschränken, um das für den Intensivbereich erforderliche Personal aus anderen Stationen zusätzlich bereitzustellen. Diese Betten sollten in der Rubrik „7-Tagereserve“ gemeldet werden.

Anders als im Frühjahr haben wir aktuell das Regelversorgungsystem noch nicht flächendeckend zurückgeführt, so dass ein Teil der notwendigen personellen Kapazitäten zum vollumfänglichen Betrieb aller Intensivkapazitäten dort noch gebunden ist. Wir wissen, dass Sie als Verantwortliche in den Kliniken vor der besonderen Herausforderung stehen, das Regelsystem parallel zur Corona Bereitschaft und Behandlung aufrecht zu erhalten.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft steht aktuell in Gesprächen und Verhandlungen mit den politisch Verantwortlichen, um die Wiedereinsetzung des Rettungsschirms als wirtschaftliche Absicherung im Ausnahmezustand zu erreichen.

Abschließend nochmals die herzliche Bitte an Sie und die in Ihrem Haus verantwortlichen Personen für die Meldungen an das DIVI-Register. Bitte differenzieren Sie so valide wie möglich zwischen den sofort verfügbaren und mit Personal ausgestatteten Intensivbetten und der durch Umschichtung und Umorganisation verfügbaren Notfallreserve an Intensivbehandlungsmöglichkeiten.
Das ist für eine unmissverständliche Interpretation der Daten und daraus abgeleiteten Planung unerlässlich.

Wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihre Unterstützung und wünschen Ihnen und Ihren Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeitern angesichts dieser besonderen Lage alles Gute und Gesundheit.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gerald Gaß (Präsident DKG) und Prof. Dr. Uwe Janssens (Präsident der DIVI)

 

Fotos:
Dr. Gerald Gaß (linkes Foto): Landeskrankenhaus, Tobias Vollmer
Prof. Dr. Uwe Janssens (rechtes Foto): Mike Auerbach

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