Pressemeldungen

Professor André Gries

Die Notfallversorgung in Deutschland steht vor einer Neustrukturierung. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR) will hierzu in den kommenden Tagen seine Pläne bekannt gegeben. Nach ersten Informationen sollen in Zukunft interdisziplinäre Notfallzentren entstehen, die von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) geführt werden. „Wir unterstützen den Aufbau zentraler Anlaufstellen“, sagt Professor André Gries (Foto), Notaufnahmeexperte der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). „Jedoch können diese Zentren nicht unter Leitung der Kassenärztlichen Vereinigung stehen. Bei vielen kritisch kranken, aber auch zeitkritischen Patienten ist das Leitsymptom nicht richtungsweisend. Für die fachliche Diagnose, aber auch die unmittelbare Notfalltherapie muss an dieser Stelle eine standardisierte Ersteinschätzung mit geschultem Personal erfolgen und bei Bedarf sofort ein in der Notfallmedizin erfahrener Facharzt eingesetzt werden“, fordert Gries, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme am Universitätsklinikum Leipzig. In einem Schreiben an den SVR fordert die DIVI als Dachgesellschaft von 18 Mitgliedsgesellschaften mit insgesamt rund 140.000 Mitgliedern: Um Fehlsteuerungen zu vermeiden, kann das Integrierte Notfallzentrum nicht unter Verantwortung der KV gestellt werden!

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Bildschirm im OP

Nahezu 50 Prozent der Patienten, die auf einer Intensivstation behandelt werden, weisen in Abhängigkeit von bestehenden Komorbiditäten und der aktuellen Erkrankung ein akutes Nierenversagen („acute kidney injury“, AKI) auf. Bis zu 25 Prozent dieser Patienten müssen mit einer extrakorporalen Nierenersatztherapie häufig im Rahmen eines Multiorganversagens behandelt werden. Die Sterblichkeit dieser kritisch kranken Patienten ist hoch. Es ist selbstverständlich und wird in der Praxis auch so gelebt, dass im interdisziplinären Dialog alle Maßnahmen festgelegt und durchgeführt werden, um diese Patienten optimal zu behandeln.

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Professor André Gries

Jetzt ist es beschlossen: In Deutschland wird für Ärzte die Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ eingeführt. Dafür haben die Delegierten des Deutschen Ärztetages in Erfurt gestimmt. „Das ist ein wichtiger Meilenstein für die medizinische Arbeit und die Patientenversorgung in den Notaufnahmen“, sagt Professor André Gries (Foto), der die Ausbildungsinhalte seitens der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) maßgeblich entwickelt hat. Schätzungen zufolge suchen jährlich rund 21 Millionen Patienten die Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser auf, Tendenz steigend. Der Aufbau zentraler, interdisziplinärer Notaufnahmen erfordert zusätzliche Qualifikationen für ärztliches Personal, das in einer Notaufnahme tätig ist. „Die Entscheidung ist ein wichtiger Erfolg für die Patientensicherheit und die Qualität der Behandlung, für die wir uns seit vielen Jahren einsetzen“, sagt Professor Stefan Schwab, Präsident der DIVI.

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Internationale Raumstation ISS

Schüler retten Leben: „Damit das in Deutschland gewährleistet ist, fordern wir ab der siebten Klasse beziehungsweise ab dem zwölften Lebensjahr zwei Schulstunden à 45 Minuten verpflichtenden Reanimationsunterricht“, sagt Professor Bernd Böttiger, Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Köln. „Wenn die Laienreanimation zur Bürgerpflicht wird, könnten wir jährlich rund 10.000 Menschenleben zusätzlich retten“, so Böttiger, der zudem Vorsitzender des Deutschen Rates für Wiederbelebung (GRC) ist. In Zusammenarbeit mit der European Space Agency (ESA) ist auf der Internationalen Raumstation (ISS) ein Video zum Thema Wiederbelebung entstanden, das jetzt auch für die Schülerausbildung eingesetzt werden soll.

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Professor André Gries

Die Notfallversorgung in Deutschland wird neu strukturiert. Das neue System schafft nun Mindestanforderungen für die Notfallversorgung in Krankenhäusern. Dies wurde gestern vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossen. „Damit können wir in Zukunft sicherstellen, dass nur noch die Kliniken Fördergelder erhalten, die auch klar definierte Qualitätsstandards einhalten“, sagt Professor André Gries (Foto), Notaufnahme-Experte der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme am Uniklinikum Leipzig. Die Sorge, es könne ein Krankenhaussterben einsetzen, teilt er nicht. „In Deutschland wird es keine weißen Flecken geben. Im Gegenteil: Die Versorgung der Patienten wird deutlich verbessert.“

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