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Aktuelle Meldungen

Neuigkeiten aus der Intensiv- und Notfallmedizin

PD Dr. Hoffmann und PD Dr. Hübler

Deutschlands Kinderkliniken stecken in einem Dilemma: Das aktuell gültige Abrechnungssystem nach Fallpauschalen kann sich ökonomisch nicht rechnen. Der Grund: Die Behandlung von Kindern erfordert einen deutlich höheren personellen, technischen und zeitlichen Aufwand als jene von Erwachsenen. „Wir behandeln immer mehr Kinder, bekommen aber immer weniger Geld – das muss sich jetzt ändern“, fordert Privatdozent Dr. Florian Hoffmann (links), Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sowie Sprecher der DIVI-Sektion „Pädiatrische Intensiv- und Notfallmedizin“. Die Vereinigung begrüßt daher die vom Bundesland Mecklenburg-Vorpommern geplante Bundesratsinitiative für eine bessere Finanzierung von Kinder- und Jugendstationen in deutschen Krankenhäusern ausdrücklich. „Es ist an der Zeit, in der Kinder- und Jugendmedizin die reine Priorisierung medizinischer Leistungen nach ihrer Wirtschaftlichkeit zu korrigieren!“

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Professor Janssens

Deutschlands Notfall- und Intensivmediziner sind vorbereitet auf die schwerste aller Entscheidungen: Welchen Patienten im Fall der Fälle intensivmedizinisch behandeln und welchen palliativmedizinisch versorgen, wenn die Intensivbetten knapp werden? Acht medizinische Fachgesellschaften haben hierzu bereits im Frühjahr eine Leitlinie erarbeitet. „Die Gleichbehandlung aller Patienten hat oberste Priorität“, sagt Professor Uwe Janssens (Foto), Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler. „Kein Patient wird aufgrund von Alter, Grunderkrankung oder Behinderung von der Versorgung ausgeschlossen. Ein solcher Leitfaden ist die Basis aller behandelnden Ärzte auf den Intensivstationen für eine medizinisch fundierte, gerechte Entscheidung.“ Nun haben in der vergangenen Woche (21. Juli 2020) neun Menschen mit Behinderung Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht erhoben: Sie fürchten, dass ihnen aufgrund der Triage-Empfehlung im kritischen Fall eine „medizinische Aussortierung“ drohe. Die DIVI fordert jetzt schnellstmöglich eine gesetzliche Grundlage, um Medizinern Rechtssicherheit zu geben.

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DIVI2020-Website

Die neue Kongress-Website zum virtuellen DIVI20 ist online! Sie wollen schon mal einen ersten Eindruck zum digitalen Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) gewinnen? Dann lesen Sie auf www.DIVI20.de das Grußwort des Kongresspräsidenten Professor Eckhard Rickels aus Celle. Ebenfalls finden Sie dort die aktuellen Informationen zu den ausgeschriebenen Preisen und Stipendien, zum wissenschaftlichen Komitee und zu den Abstract-Einreichungen. Auch die Anmeldegebühren für den virtuellen Kongress sind online bereits veröffentlicht. Das Kongress-Programm folgt im Laufe des Monats. Freuen Sie sich auf mehr als 100 Symposien, 15 Pro/Con-Sitzungen, 16 Pflegesymposien und 19 Fortbildungsveranstaltungen. Ein ganz besonderer Kongress-Schwerpunkt ist der durchgehende Corona-Themenstrang.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.DIVI20.de

Professor Steffen Weber-Carstens und PD Dr. Mario Menk

Achtung an alle meldenden Kliniken! Die Fragen im Meldebereich „Meldung erfassen“ des DIVI-Intensivregisters ändern sich ab dem heutigen späten Abend und damit für alle Meldenden ab MORGEN, Dienstag, den 4. August. Es wurde gekürzt und präzisiert, und der Abfragemodus zur Differenzierung zwischen Low-Care- und High-Care-Betten neu aufgesetzt mit einer Veränderung des Fokus auf Behandlungskapazitäten. „Wir reagieren damit auf die Fragen und Rückmeldungen zahlreicher Kollegen, die uns seit dem Start des DIVI-Intensivregisters erreicht haben“, so Prof. Steffen Weber-Carstens und PD Dr. Mario Menk, beide von der Charité Berlin, die gemeinsam mit Prof. Christian Karagiannidis die wissenschaftliche Leitung des DIVI-Intensivregisters verantworten. „Die neue Erfassung im DIVI-Intensivregister wird eine präzisere Einschätzung über die realen Kapazitäten standortbezogen sowie überregional erlauben und kann damit die Behandlungsmöglichkeiten für die Pandemiesteuerung in Deutschland differenzierter aufzeigen.“

Wurden bisher Bettenzahlen getrennt nach Low-Care und High-Care erfasst, wird ab sofort nach der Gesamtanzahl von Betten und nach intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten gefragt. Die bisher differenzierten Low- und High-Care Bettenzahlen werden daraus errechnet und weiter berichtet. Zusätzlich wird eine Frage nach den in 7 Tagen aktivierbaren Intensivbehandlungsplätzen für die Notfallsituation eingeführt.

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Christian Karagiannidis, Sprecher der DIVI-Sektion „Lunge – Respiratorisches Versagen“

Berlin. Etwa ein Fünftel der Covid-19-Patienten, die von Ende Februar bis Mitte April 2020 in deutschen Krankenhäusern aufgenommen wurden, sind verstorben. Bei Patienten mit Beatmung lag die Sterblichkeit bei 53 Prozent, bei denen ohne Beatmung mit 16 Prozent dagegen deutlich niedriger. Insgesamt wurden 17 Prozent der Patienten beatmet. Das sind zentrale Ergebnisse einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und der Technischen Universität Berlin, die jetzt im medizinischen Fachmagazin „The Lancet Respiratory Medicine“ veröffentlicht worden ist. Ausgewertet wurden die Daten von etwa 10.000 Patienten mit bestätigter Covid-19-Diagnose, die vom 26. Februar bis zum 19. April 2020 in insgesamt 920 deutschen Krankenhäusern aufgenommen wurden. Die gemeinsame Studie liefert erstmals bundesweite und bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse zur Behandlung der Covid-19-Patienten in Deutschland auf Basis der AOK-Abrechnungsdaten, die knapp ein Drittel der deutschen Bevölkerung abbilden. Ein Fokus liegt dabei auf der Situation der beatmeten Patienten.

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Tel.: 030 / 40 00 56 07
Fax: 030 / 40 00 56 37
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