Aktuelle Meldungen

Neuigkeiten aus der Intensiv- und Notfallmedizin

Professor André Gries

Die Notfallversorgung in Deutschland steht vor einer Neustrukturierung. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR) will hierzu in den kommenden Tagen seine Pläne bekannt gegeben. Nach ersten Informationen sollen in Zukunft interdisziplinäre Notfallzentren entstehen, die von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) geführt werden. „Wir unterstützen den Aufbau zentraler Anlaufstellen“, sagt Professor André Gries (Foto), Notaufnahmeexperte der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). „Jedoch können diese Zentren nicht unter Leitung der Kassenärztlichen Vereinigung stehen. Bei vielen kritisch kranken, aber auch zeitkritischen Patienten ist das Leitsymptom nicht richtungsweisend. Für die fachliche Diagnose, aber auch die unmittelbare Notfalltherapie muss an dieser Stelle eine standardisierte Ersteinschätzung mit geschultem Personal erfolgen und bei Bedarf sofort ein in der Notfallmedizin erfahrener Facharzt eingesetzt werden“, fordert Gries, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme am Universitätsklinikum Leipzig. In einem Schreiben an den SVR fordert die DIVI als Dachgesellschaft von 18 Mitgliedsgesellschaften mit insgesamt rund 140.000 Mitgliedern: Um Fehlsteuerungen zu vermeiden, kann das Integrierte Notfallzentrum nicht unter Verantwortung der KV gestellt werden!

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Kongresszentrum Leipzig

Für die besten Abstracts zum DIVI-Kongress 2018 haben die Organisatoren ein Preisgeld von 15.000 Euro ausgeschrieben. Prämiert werden Themen, die in besonderer Weise die wissenschaftliche Arbeit rund um die Intensivmedizin in Deutschland widerspiegeln. Einsendeschluss ist der 15. August. Ausgezeichnet werden die besten acht Abstracts im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der vom 5. bis 7. Dezember in Leipzig stattfindet.

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Key Visual Kongess Leipzig

Wie wird Ihr Kongress-Stundenplan aussehen? Eine spannende Frage – denn ab sofort steht das vollständige Programm des DIVI-Jahreskongresses in Leipzig online bereit. Insgesamt gibt es 548 Sitzungen mit 652 hochkarätigen Sprechern. Zu den Veranstaltungen zählen unter anderem 100 Symposien, 69 Workshops sowie zahlreiche Fortbildungen, Pro-Con-Sitzungen und spezielle Symposien für die Pflege und Physiotherapie. Daneben gibt es wieder Hot-Topic-Seminare und die Clinical Documentation Challenge. Rund 4.000 Teilnehmer werden vom 5. bis 7. Dezember im Congress Center der sächsischen Metropole erwartet. Unter dem Motto „Qualität und Patientensicherheit“ werden alle relevanten Themen der Intensiv- und Notfallmedizin behandelt. Verantwortlich für das wissenschaftliche Programm ist Professor Stefan Kluge, Präsidiumsmitglied der DIVI sowie Direktor der UKE-Klinik für Intensivmedizin. „Jeder Teilnehmer kann sich in Leipzig weiterbilden, Kollegen treffen, sein Netzwerk ausbauen und neue Impulse für die tägliche Arbeit gewinnen. So kompakt gibt es das sonst nie“, sagt Kluge. Deshalb: Am besten gleich einen Blick in das Programm werfen und zum DIVI-Kongress anmelden!

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Bildschirm im OP

Nahezu 50 Prozent der Patienten, die auf einer Intensivstation behandelt werden, weisen in Abhängigkeit von bestehenden Komorbiditäten und der aktuellen Erkrankung ein akutes Nierenversagen („acute kidney injury“, AKI) auf. Bis zu 25 Prozent dieser Patienten müssen mit einer extrakorporalen Nierenersatztherapie häufig im Rahmen eines Multiorganversagens behandelt werden. Die Sterblichkeit dieser kritisch kranken Patienten ist hoch. Es ist selbstverständlich und wird in der Praxis auch so gelebt, dass im interdisziplinären Dialog alle Maßnahmen festgelegt und durchgeführt werden, um diese Patienten optimal zu behandeln.

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Professor André Gries

Jetzt ist es beschlossen: In Deutschland wird für Ärzte die Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ eingeführt. Dafür haben die Delegierten des Deutschen Ärztetages in Erfurt gestimmt. „Das ist ein wichtiger Meilenstein für die medizinische Arbeit und die Patientenversorgung in den Notaufnahmen“, sagt Professor André Gries (Foto), der die Ausbildungsinhalte seitens der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) maßgeblich entwickelt hat. Schätzungen zufolge suchen jährlich rund 21 Millionen Patienten die Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser auf, Tendenz steigend. Der Aufbau zentraler, interdisziplinärer Notaufnahmen erfordert zusätzliche Qualifikationen für ärztliches Personal, das in einer Notaufnahme tätig ist. „Die Entscheidung ist ein wichtiger Erfolg für die Patientensicherheit und die Qualität der Behandlung, für die wir uns seit vielen Jahren einsetzen“, sagt Professor Stefan Schwab, Präsident der DIVI.

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Kongress 2018

Qualität und Patientensicherheit: Der interdisziplinäre DIVI-Kongress vom 5. bis 7. Dezember 2018 in Leipzig. Informieren Sie sich über unser umfangreiches Programm!

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