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Bericht aus dem Präsidium | Teil 2: Wie ist die DIVI strukturiert?
Wer vertritt eigentlich die verschiedenen Fachbereiche innerhalb der DIVI? Wie wird man Mitglied des Präsidiums? Welche Rolle spielen dabei die unterschiedlichen Mitgliedsgesellschaften sowie die Mitgliederversammlung? Und was ist mit den fünf Säulen gemeint? Mit dem zweiten Teil des „Berichts aus dem Präsidium“ gibt die DIVI erneut Einblicke in ihre Strukturen und Entscheidungsprozesse. Denn Präsident Prof. Florian Hoffmann weiß: „Eine Dachgesellschaft wie die DIVI ist naturgemäß komplexer als andere Fachgesellschaften aufgebaut und die Strukturen sind nicht immer auf den ersten Blick nachvollziehbar. Mit dem ‚Bericht aus dem Präsidium‘ möchten wir das gezielt ändern.“
Uwe Janssens ist neuer medizinischer Geschäftsführer der DIVI
Prof. Dr. med. Uwe Janssens ist neuer medizinischer Geschäftsführer der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Mit dem Direktor der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin des St.-Antonius-Hospitals Eschweiler übernimmt ein bekannter Player und ausgewiesener Experte der Intensiv- und Notfallmedizin die medizinische Geschäftsführung. Der zu Anfang der Corona-Pandemie amtierende DIVI-Präsident bringt umfassende Erfahrung aus Klinik, Wissenschaft und Gesundheitspolitik mit ins Amt.
Alexander Zarbock ist neuer Generalsekretär der DIVI
Prof. Dr. med. Alexander Zarbock, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum Münster, wurde zum neuen Generalsekretär der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) gewählt. Er tritt die Nachfolge von Prof. Uwe Janssens an, der jetzt zum medizinischen Geschäftsführer wird.
#DIVI26: Anmeldung und Abstract-Einreichung ab sofort möglich
Es geht wieder los: Die Registrierung für den Kongress der DIVI ist geöffnet und die Abstract-Einreichung ab sofort möglich. Auch das Programm ist in einer ersten Version online. „Im Namen des gesamten Präsidiums dürfen wir Sie ganz herzlich zu unserem Kongress nach Hamburg einladen, der in diesem Jahr vom 2. bis 4. Dezember stattfindet“, so die Kongresspräsidenten Prof. Uwe Janssens, Direktor der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital Eschweiler, und Rolf Dubb, Leiter des Fachbereichs Weiterbildung der Akademie der Kreiskliniken Reutlingen. Sie haben den diesjährigen Kongress unter das Motto „Der Mensch im Mittelpunkt“ gestellt und legen größten Wert darauf, dass technische Innovationen und wirtschaftlicher Druck den Blick auf das Wesentliche nie verstellen – die Würde, Lebensqualität und die individuellen Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten und ihres Behandlungsteams.
Bundesweite DIVI-Umfrage: Mehr als jede zweite Intensivfachkraft denkt ans Aufhören
Die Personalsituation in der Intensivmedizin ist angespannt – und könnte sich zukünftig weiter verschärfen. Eine jetzt veröffentlichte bundesweite, multiprofessionelle Umfrage der Jungen DIVI zeigt: Mehr als die Hälfte der 1.200 befragten Fachkräfte sind unentschlossen oder planen, die Intensivmedizin in den kommenden drei Jahren zu verlassen. „Wir sehen dies als klares Warnsignal: Ohne gezielte Verbesserungen der Arbeitsbedingungen riskieren wir, einen erheblichen Teil unseres intensivmedizinischen Personals zu verlieren“, erklärt Dr. Matthias Deininger, federführender Erstautor der Studie. „Die gute Nachricht aber: Vor allem Softfacts, wie regelmäßige Gespräche mit den Mitarbeitenden oder familienfreundliche Arbeitsbedingungen könnten bei vielen bereits ein Umdenken erzielen.“
Das Paper der Jungen DIVI wurde unter dem Titel „Stay or leave? Retention factors in intensive care medicine from a multiprofessional cross-sectional nationwide survey in Germany“ open access im Journal of Critical Care veröffentlicht.
Die Erhebung gehört zu den größten aktuellen Befragungen in Deutschland zur Situation von Intensivpersonal und ist in ihrer Form besonders: Erstmals wurden Ärzt:innen, Pflegefachkräfte sowie Mitarbeitende in therapeutischen Gesundheitsfachberufen gemeinsam und vergleichend analysiert. 1.243 Datensätze werteten die Mitglieder der Jungen DIVI in den vergangenen Monaten aus. Von den Befragten gaben nur 45,4 Prozent an, sicher in der Intensivmedizin bleiben zu wollen. 23,2 Prozent planen einen Ausstieg, weitere 31,2 Prozent sind unentschlossen. Damit ist mehr als jede zweite Fachkraft potenziell für die intensivmedizinische Versorgung verloren.
Erinnerung: 7500 Euro für praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Projekte – DIVI und Philips schreiben Forschungsförderpreis Patientensicherheit 2026 aus
Die Steigerung der Sicherheit von Patient:innen ist eine der drängendsten aktuellen Herausforderungen. Daher lobt die DIVI – unterstützt von der Philips GmbH – wieder den Forschungsförderpreis Patientensicherheit 2026 aus. Wachsende Resilienz, verbesserte Lehr- und Ausbildungskonzepte, optimierte Team-Zusammenarbeit, innovative Versorgungsstrukturen, schonendere diagnostische und therapeutische Methoden, sinnvolle Maßnahmen der Digitalisierung und patientenzentrierte Nutzung von Daten bieten das Potenzial, die Arbeit der medizinischen Teams für die Patient:innen sicherer zu machen, oder Komplikationen und „unbemerkte“ Verschlechterungen, früh zu erkennen oder gezielter reagieren zu können. Eine wissenschaftliche Begleitung solcher Vorhaben soll mit diesem Preis gefördert werden. Dotiert ist dieser mit 7.500 Euro. Deadline ist der 15. August 2026.
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