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Neuigkeiten aus der Intensiv- und Notfallmedizin

Key Visual Kongess Leipzig

Wie wird Ihr Kongress-Stundenplan aussehen? Eine spannende Frage – denn ab sofort steht das vollständige Programm des DIVI-Jahreskongresses in Leipzig online bereit. Insgesamt gibt es 548 Sitzungen mit 652 hochkarätigen Sprechern. Zu den Veranstaltungen zählen unter anderem 100 Symposien, 69 Workshops sowie zahlreiche Fortbildungen, Pro-Con-Sitzungen und spezielle Symposien für die Pflege und Physiotherapie. Daneben gibt es wieder Hot-Topic-Seminare und die Clinical Documentation Challenge. Rund 4.000 Teilnehmer werden vom 5. bis 7. Dezember im Congress Center der sächsischen Metropole erwartet. Unter dem Motto „Qualität und Patientensicherheit“ werden alle relevanten Themen der Intensiv- und Notfallmedizin behandelt. Verantwortlich für das wissenschaftliche Programm ist Professor Stefan Kluge, Präsidiumsmitglied der DIVI sowie Direktor der UKE-Klinik für Intensivmedizin. „Jeder Teilnehmer kann sich in Leipzig weiterbilden, Kollegen treffen, sein Netzwerk ausbauen und neue Impulse für die tägliche Arbeit gewinnen. So kompakt gibt es das sonst nie“, sagt Kluge. Deshalb: Am besten gleich einen Blick in das Programm werfen und zum DIVI-Kongress anmelden!

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Bildschirm im OP

Nahezu 50 Prozent der Patienten, die auf einer Intensivstation behandelt werden, weisen in Abhängigkeit von bestehenden Komorbiditäten und der aktuellen Erkrankung ein akutes Nierenversagen („acute kidney injury“, AKI) auf. Bis zu 25 Prozent dieser Patienten müssen mit einer extrakorporalen Nierenersatztherapie häufig im Rahmen eines Multiorganversagens behandelt werden. Die Sterblichkeit dieser kritisch kranken Patienten ist hoch. Es ist selbstverständlich und wird in der Praxis auch so gelebt, dass im interdisziplinären Dialog alle Maßnahmen festgelegt und durchgeführt werden, um diese Patienten optimal zu behandeln.

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Professor André Gries

Jetzt ist es beschlossen: In Deutschland wird für Ärzte die Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ eingeführt. Dafür haben die Delegierten des Deutschen Ärztetages in Erfurt gestimmt. „Das ist ein wichtiger Meilenstein für die medizinische Arbeit und die Patientenversorgung in den Notaufnahmen“, sagt Professor André Gries (Foto), der die Ausbildungsinhalte seitens der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) maßgeblich entwickelt hat. Schätzungen zufolge suchen jährlich rund 21 Millionen Patienten die Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser auf, Tendenz steigend. Der Aufbau zentraler, interdisziplinärer Notaufnahmen erfordert zusätzliche Qualifikationen für ärztliches Personal, das in einer Notaufnahme tätig ist. „Die Entscheidung ist ein wichtiger Erfolg für die Patientensicherheit und die Qualität der Behandlung, für die wir uns seit vielen Jahren einsetzen“, sagt Professor Stefan Schwab, Präsident der DIVI.

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Internationale Raumstation ISS

Schüler retten Leben: „Damit das in Deutschland gewährleistet ist, fordern wir ab der siebten Klasse beziehungsweise ab dem zwölften Lebensjahr zwei Schulstunden à 45 Minuten verpflichtenden Reanimationsunterricht“, sagt Professor Bernd Böttiger, Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Köln. „Wenn die Laienreanimation zur Bürgerpflicht wird, könnten wir jährlich rund 10.000 Menschenleben zusätzlich retten“, so Böttiger, der zudem Vorsitzender des Deutschen Rates für Wiederbelebung (GRC) ist. In Zusammenarbeit mit der European Space Agency (ESA) ist auf der Internationalen Raumstation (ISS) ein Video zum Thema Wiederbelebung entstanden, das jetzt auch für die Schülerausbildung eingesetzt werden soll.

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Professor André Gries

Die Notfallversorgung in Deutschland wird neu strukturiert. Das neue System schafft nun Mindestanforderungen für die Notfallversorgung in Krankenhäusern. Dies wurde gestern vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossen. „Damit können wir in Zukunft sicherstellen, dass nur noch die Kliniken Fördergelder erhalten, die auch klar definierte Qualitätsstandards einhalten“, sagt Professor André Gries (Foto), Notaufnahme-Experte der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme am Uniklinikum Leipzig. Die Sorge, es könne ein Krankenhaussterben einsetzen, teilt er nicht. „In Deutschland wird es keine weißen Flecken geben. Im Gegenteil: Die Versorgung der Patienten wird deutlich verbessert.“

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