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Pressemeldungen

Verleihung des Forschungsförderpreises Delir-Management 2019

Studie untersucht den Einfluss zirkadianer Beleuchtung auf Inzidenz und Dauer des Delirs

Hamburg – Bereits zum dritten Mal haben die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Philips im Rahmen des DIVI-Kongresses den Forschungsförderpreis Delir-Management verliehen. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ging an den Assistenzarzt Dr. med. Jochen A. Sembill, die Stationsleitung Pflege Markus Prinz und den Oberarzt PD Dr. med. Joji B. Kuramatsu. Das multiprofessionelle Team der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen forscht über die Bedeutung der zirkadianen Beleuchtung in der Delir-Prävention und -Therapie.

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Prof. Dr. Andreas Markewitz, Thomas van den Hooven

Es gibt weiter dringenden Handlungsbedarf in der Intensivpflege: Immer mehr Krankenhäuser müssen Betten – vor allem auf Intensivstationen – sperren, weil die Pflegekräfte fehlen. Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor 14 Monaten die sogenannte Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) unterzeichnet. „Die nun seit Jahresbeginn geltende Regelung für ein Mindestmaß an Personal reicht aber nicht aus, um den Bedarf in Deutschland zu decken“, kritisiert Thomas van den Hooven (im Foto rechts), Pflegedirektor des Universitätsklinikums Münster und Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). „Wir müssen jetzt verstärkt Teilzeitkräfte und Berufsaussteiger zurückgewinnen!“ Zu Beginn des heute startenden DIVI-Kongresses in Hamburg mit rund 6.000 Teilnehmern macht die Fachgesellschaft vier konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Personalsituation in der Intensivpflege. Die Kernpunkte: Mehr Personal zur Entlastung der Pflegenden, eine Weiterentwicklung des Berufsbildes, eine praxistaugliche Leistungserfassung und eine bessere Bezahlung.

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PD Dr. Florian Hoffmann

„Gemeinsam mit der Politik müssen wir Intensivmediziner dafür sorgen, dass ein sofortiger Maßnahmenkatalog die langfristige Versorgungssituation in deutschen Kinderkliniken sicherstellt“, sagt Privatdozent Dr. Florian Hoffmann (Foto), Sprecher der Sektion „Pädiatrische Intensiv- und Notfallmedizin“ der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Oberarzt auf der Interdisziplinären Kinderintensivstation am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuletzt hat eine Studie der Universität zu Köln offengelegt, dass es durch den Betten- und Personalmangel regelhaft zu Versorgungsengpässen für die Jüngsten der Gesellschaft und damit vielerorts zu prekären Situationen kommt. „Es ist eine Anpassung des Fallpauschalensystems notwendig und eine adäquate Bezahlung der Pflege muss erfolgen. Auch muss die spezifische Ausbildung von Kinderkrankenpflegekräften weiterhin gewährleistet sein“, sagt der Mediziner heute zum Start des DIVI-Jahreskongresses in Hamburg, zu dem neben rund 6.000 Teilnehmern heute Nachmittag auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet wird.

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Professor Klaus Hahnenkamp

Wegen zu niedriger Spenderzahlen soll die Entnahme von Organen und Gewebe in Deutschland nach Willen der Politik neu geregelt werden. Eine Mehrheit der Intensiv- und Notfallmediziner spricht sich für eine Widerspruchslösung bei der Organspende aus. Die Fachgesellschaft hat 2.433 Mitglieder erreicht und befragt, darunter mehrheitlich Ärzte, Pfleger, Therapeuten und auch Seelsorger. Von 1.299 Rückmeldungen stimmten 63,6 Prozent für die Widerspruchslösung. „Das Ergebnis ist repräsentativ und eine solide Entscheidungsgrundlage für das Gesetzgebungsverfahren“, sagt Professor Klaus Hahnenkamp (Foto), Sprecher der Sektion Organspende und Organtransplantation der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Zum heutigen Start des DIVI-Kongresses in Hamburg hat er zudem eine neu erarbeitete Richtlinie zur Spendererkennung vorgestellt. Zudem hat die Fachgesellschaft ab sofort eine Stimme im Stiftungsbeirat der Deutschen Stiftung Organtransplantation.

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Ein Mädchen übt Herzdruckmassage an einer Puppe

Es ist super einfach, ein Leben zu retten! Man muss nur wissen, wie. Dieses Signal senden heute 240 Schülerinnen und Schüler aus Hamburg hinaus in die Welt. Denn Wiederbelebung ist kinderleicht! Das wissen die Siebt- bis Zehntklässler nun. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern waren sie in die Messehalle gekommen, um sich im Rahmen des aktuell stattfindenden Intensiv- und Notfallmedizin-Kongresses der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) von den Experten vor Ort zeigen zu lassen, wie im absoluten Notfall zu reagieren ist. Was man braucht: Zwei Hände und vollen Körpereinsatz. Und dann heißt es: Drücken, bis der Notarzt kommt! Experten fordern seit Jahren, deutschlandweit Reanimationsunterricht ab der 7. Schulklasse einzuführen – bislang ist dies nirgends verpflichtend.

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Jens Georg Spahn und Dr. Eckart von Hirschhausen

Save the date: Mittwoch, 4. Dezember 2019, Messe Hamburg

Wichtige politische Weichenstellungen stehen im Raum: Die Versorgungskrise auf Kinderintensivstationen muss gelöst werden, der Personalengpass in der Pflege stellt Kliniken vor immense Herausforderungen, zudem werden Gesetzesänderungen bei der Organspende erwartet. Vor diesem Hintergrund wird die Rede von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit anschließender Fragerunde zur Eröffnung des wichtigsten Kongresses für Intensiv- und Notfallmediziner mit Spannung erwartet.

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Fax: 030 / 40 00 56 37
E-Mail: info@divi.de

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