Aktuelle Meldungen

Neuigkeiten aus der Intensiv- und Notfallmedizin

Professor André Gries

Jetzt ist es beschlossen: In Deutschland wird für Ärzte die Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ eingeführt. Dafür haben die Delegierten des Deutschen Ärztetages in Erfurt gestimmt. „Das ist ein wichtiger Meilenstein für die medizinische Arbeit und die Patientenversorgung in den Notaufnahmen“, sagt Professor André Gries (Foto), der die Ausbildungsinhalte seitens der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) maßgeblich entwickelt hat. Schätzungen zufolge suchen jährlich rund 21 Millionen Patienten die Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser auf, Tendenz steigend. Der Aufbau zentraler, interdisziplinärer Notaufnahmen erfordert zusätzliche Qualifikationen für ärztliches Personal, das in einer Notaufnahme tätig ist. „Die Entscheidung ist ein wichtiger Erfolg für die Patientensicherheit und die Qualität der Behandlung, für die wir uns seit vielen Jahren einsetzen“, sagt Professor Stefan Schwab, Präsident der DIVI.

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Internationale Raumstation ISS

Schüler retten Leben: „Damit das in Deutschland gewährleistet ist, fordern wir ab der siebten Klasse beziehungsweise ab dem zwölften Lebensjahr zwei Schulstunden à 45 Minuten verpflichtenden Reanimationsunterricht“, sagt Professor Bernd Böttiger, Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Köln. „Wenn die Laienreanimation zur Bürgerpflicht wird, könnten wir jährlich rund 10.000 Menschenleben zusätzlich retten“, so Böttiger, der zudem Vorsitzender des Deutschen Rates für Wiederbelebung (GRC) ist. In Zusammenarbeit mit der European Space Agency (ESA) ist auf der Internationalen Raumstation (ISS) ein Video zum Thema Wiederbelebung entstanden, das jetzt auch für die Schülerausbildung eingesetzt werden soll.

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Professor André Gries

Die Notfallversorgung in Deutschland wird neu strukturiert. Das neue System schafft nun Mindestanforderungen für die Notfallversorgung in Krankenhäusern. Dies wurde gestern vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossen. „Damit können wir in Zukunft sicherstellen, dass nur noch die Kliniken Fördergelder erhalten, die auch klar definierte Qualitätsstandards einhalten“, sagt Professor André Gries (Foto), Notaufnahme-Experte der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme am Uniklinikum Leipzig. Die Sorge, es könne ein Krankenhaussterben einsetzen, teilt er nicht. „In Deutschland wird es keine weißen Flecken geben. Im Gegenteil: Die Versorgung der Patienten wird deutlich verbessert.“

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Prof. Dr. Elke Muhl, DIVI-Kongresspräsidentin

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf Sie herzlich einladen zum 18. Kongress der DIVI in Leipzig vom 5. bis 7. Dezember 2018. Der Kongress steht unter dem Motto „Qualität und Patientensicherheit“.

Qualität und Patientensicherheit sind das Ergebnis von Team-Work. Die hochkomplexen medizinischen Probleme des Intensiv- und Notfallpatienten in lebensbedrohlichen oder potenziell lebensbedrohlichen Situationen können nur im Zusammenspiel der in der Intensivmedizin tätigen Berufsgruppen und Fachgebiete bewältigt werden. Die Einladung zum Kongress geht an Intensivmediziner aller Fachgebiete, Pflegekräfte und Ärzte, aber auch an Rettungsassistenten, Atmungstherapeuten, Physiotherapeuten, Pharmazeuten, Juristen, Ethiker, IT-Spezialisten, Medizintechniker, Phoniater und Schlucktherapeuten, Seelsorger – an alle an Intensiv- und Notfallmedizin Beteiligten. Die Mitgliedschaft aller Berufs- und Fachgruppen in der DIVI trägt zum gewohnt breiten Spektrum der Themenfelder des DIVI-Kongresses in wissenschaftlichen und Fortbildungssitzungen und Workshops bei.

Allen in der Intensiv- und Notfallmedizin Tätigen ist bewusst, dass ihre Arbeit in einem gesundheitspolitischen Kontext und in einem zunehmend ökonomisierten Umfeld geschieht. Die Politik beschäftigt sich mit Mindeststandards für die Personalausstattung in Krankenhäusern, weil die Gefahr besteht, dass Qualität und Patientensicherheit zunehmend unter dem Primat der Ökonomie Einbußen erfahren.

Qualität in der Intensivmedizin meint dabei nicht nur die diagnostischen und therapeutischen medizinischen Prozesse, sondern auch Strukturqualität: die Qualität und Quantität der handelnden Personen, ihre Weiterbildung, das Auf-dem-neuesten-Stand-Sein, ihre Kommunikation untereinander und mit dem Patienten. All dies wird Einfluss haben auf die Ergebnisqualität. Maßnahmen zur Vermeidung von und zum Umgang mit Fehlern, Definition und Umsetzung von Qualitätsstandards und -indikatoren sowie das Qualitätsmanagement auf der Intensivstation sollen ein Schwerpunkt dieses Kongresses sein. Erstmalig wenden wir uns bei diesem Kongress mit einer Veranstaltung an die Öffentlichkeit, die in diesem Jahr den Kontext von Intensiv- und Palliativmedizin zum Thema hat.

Nur Sie können dazu beitragen, dass Neues und Bewährtes in hoher Qualität am Patienten ankommt. Der Kongress leistet dazu seinen Beitrag mit seinem breit gefächerten Programm. Ich wünsche Ihnen reichlichen Wissensgewinn, fruchtbaren Erfahrungsaustausch und auch am Abend das Erlebnis der vorweihnachtlich geschmückten Stadt Leipzig.

Es grüßt Sie herzlich,

Elke Muhl

Kongresspräsidentin

Arzt zeigt auf Kalender

Was ist los im Mai? Welche Termine sind relevant? Der DIVI-Veranstaltungskalender informiert Sie über anstehende Fortbildungen, Kongresse und Symposien zur Intensiv- und Notfallmedizin. Hier finden Sie zusammengestellt die wichtigsten Termine im Mai:

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Tel.: 030 / 40 00 56 07
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