Aktuelles
Bericht aus dem Präsidium: Für mehr Transparenz und Einblick in die DIVI-Strukturen | Teil 1: So entsteht der Kongress der DIVI
Wie wird man Teil des Präsidiums? Wer entscheidet über Inhalte der Schwerpunktthemen innerhalb der Fachgesellschaft? Und wie entsteht eigentlich das wissenschaftliche Programm des Kongresses der DIVI? Mit einer neuen Informationsinitiative, dem regelmäßigen Bericht aus dem Präsidium, möchte die DIVI mehr Einblicke in zentrale Prozesse geben. „Viele unserer Mitglieder wissen gar nicht genau, wie sie sich einbringen können oder wie Entscheidungen zustande kommen“, erklärt DIVI-Präsident Prof. Florian Hoffmann (Foto). „Das wollen wir ändern – durch mehr Offenheit und eine klare Kommunikation unserer Strukturen.“
Neue Sprecher:innen der Sektion Organspende und Organtransplantation
Die DIVI-Sektion Organspende und Organtransplantation wird seit Kurzem von Prof. Tobias Piegeler, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie des Universitätsklinikums Leipzig, als Sprecher sowie Dr. Svitlana Ziganshyna, Ärztliche Leiterin der Stabsstelle Transplantationsbeauftragte am Universitätsklinikum Leipzig, als stellvertretende Sprecherin geleitet. Tobias Piegeler bringt für die Aufgaben der Sektion die klinisch-wissenschaftliche Expertise in der Transplantationsmedizin sowie Erfahrung in strategischer und interdisziplinärer Zusammenarbeit mit. Svitlana Ziganshyna engagiert sich seit vielen Jahren gesundheitspolitisch für die Weiterentwicklung der Organspende in Deutschland.
DIVI-Schwangerenregister: Durch Datenbank Versorgung werdender Mütter verbessern
Wie viele Schwangere und Frauen kurz nach der Entbindung wurden in den letzten Jahren, Monaten oder Wochen auf deutschen Intensivstationen behandelt? Diese Frage treibt Prof. Thomas Standl, med.-wiss. Leiter des DIVI-Schwangerenregisters, bereits seit Jahren um. „Denn ihre Behandlung stellt uns immer wieder vor ganz besondere Herausforderungen“, erklärt Standl und ruft alle Kolleg:innen auf, Falldaten anonymisiert in das DIVI-Register einzutragen. 400 Datensätze sind bisher bereits hinterlegt. „Nach Hochrechnungen müssten wir aber etwa 4.500 Schwangere aufgrund von peripartalen Komplikationen oder schweren Begleiterkrankungen wie Sepsis, Herzinfarkt oder Schlaganfall pro Jahr intensivmedizinisch versorgen müssen“, so Standl. „Es ist also noch viel zu tun!“
Ein mögliches Ethik-Votum wurde durch die zuständige Ärztekammer Nordrhein geprüft: Durch die Anonymisierung der Datensätze ist kein Ethik-Votum notwendig, bestätigte diese.
DIVI-Akademie: AKI-NET-Kurs im September in Solingen
Die DIVI-Akademie organisiert vom 24. bis 25. September wieder einen zertifizierten AKI-NET-Kurs, ein zweitägiges Blockseminar zum Akuten Nierenversagen und der Nierenersatz-Therapie. Vermittelt werden vor allem interprofessionelle Anwendungen von Nierenersatzsystemen in Theorie und Praxis. Der Kurs ist speziell für erfahrene Ärzt:innen sowie Pflegekräfte auf Intensivstationen konzipiert, um die patientenzentrierte Zusammenarbeit zu fördern. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.
„Die Nierenersatztherapie beim akuten Nierenversagen ist weit mehr als Technik. Sie ist eine kontinuierliche klinische Entscheidungssituation, in der Timing, Indikation und Individualisierung über Prognose und Komplikationen entscheiden“, so der med-wiss. Leiter des AKI-NET-Kurses, PD Dr. Michael Schmitz, Chefarzt des Städtischen Klinikums Solingen. „Gleichzeitig betrifft die Nierenersatztherapie zentrale Aspekte wie Säure-Base-Haushalt, Ernährung, Medikamentendosierung und die strukturierte Nachsorge – und geht damit weit über die eigentliche Dialyse hinaus. Sie betrifft das gesamte Management unserer Patienten.“
DIVI-ANNA-Kurs mit Ahnefeld-Preis ausgezeichnet
Für die Etablierung des bundesweit standardisierten Kurskonzeptes „Atemwegsmanagement und Narkose in Notfall- und Akutmedizin“, kurz ANNA-Kurs der DIVI, hat die Arbeitsgemeinschaft der Südwestdeutschen Notärzte (AGSWN) das ANNA-Kurskomitee mit dem renommierten Friedrich-Wilhelm-Ahnefeld-Preis ausgezeichnet. Dieser wird alle zwei Jahre an Leuchtturmprojekte und Best-Practice-Modelle in der Notfallmedizin verliehen.
Umfrage: Therapiezielfindung bei älteren neurologischen Intensivpatient:innen
Therapiezielentscheidungen auf der Intensivstation gehören zum Alltag bei der Betreuung schwer kranker, intensivpflichtiger Patient:innen – sind jedoch häufig sowohl für das Behandlungsteam als auch für die Angehörigen herausfordernd. Die Klinik und Poliklinik für Neurologie des Universitätsklinikums Leipzig bittet deshalb ärztliche wie auch pflegerische Kolleg:innen um die Teilnahme an einer kurzen Umfrage, um Gründe und Muster der Entscheidungsfindung des Behandlungsteams bei älteren neurointensivmedizinischen Patient:innen zu untersuchen.
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