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09. September 2026

Umfrage: Verfügbarkeit, Nutzung und Interpretation von Daten automatischer Notrufsysteme

Welche Daten aus automatischen Notrufsystemen stehen entlang der Rettungskette tatsächlich zur Verfügung – und welchen Einfluss haben sie auf Disposition, Einsatztaktik, präklinische Versorgung und klinische Entscheidungen? Die Akademie der Unfallchirurgie (AUC), das Universitätsklinikum Essen und die Feuerwehr Essen untersuchen dies aktuell in einer gemeinsamen wissenschaftlichen Umfrage zu 112-eCalls und Third-Party-Service-eCalls. Die anonyme Teilnahme dauert etwa zehn Minuten.

„Mit der Umfrage wollen wir ein möglichst breites Bild davon gewinnen, welche eCall-Daten in der Praxis tatsächlich ankommen und wie sie für Entscheidungen genutzt werden“, sagt Dr. med. Bastian Brune, Oberarzt am Universitätsklinikum Essen und stellvertretender Ärztlicher Leiter Rettungsdienst der Stadt Essen. „Deshalb hoffen wir auf die Teilnahme möglichst vieler Kolleginnen und Kollegen aus der präklinischen und klinischen Notfallversorgung – und darauf, dass der Aufruf auch in den eigenen fachlichen Netzwerken weitergegeben wird.“

Mit dem fortschreitenden Ausbau der 4G- und 5G-Netze sollen künftig sogenannte Next Generation eCalls neue Möglichkeiten der Datenübermittlung eröffnen. Die Ergebnisse der Umfrage sollen dazu beitragen, zukünftige Schnittstellen, Datenflüsse und Entscheidungsunterstützungssysteme entlang der Rettungskette bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.

Bitte nehmen Sie auch dann teil, wenn Sie bislang wenig oder keinen Kontakt mit eCall-Daten hatten. Zu Beginn der Umfrage stehen Fragen zur technischen und organisatorischen Verfügbarkeit sowie zur Weitergabe dieser Informationen. Diese Fragen werden insbesondere Ärztinnen und Ärzte möglicherweise nicht beantworten können, da sie erst in späten Phasen der Rettungskette und der Patientenbehandlung aktiv werden. Auch fehlende Kenntnisse sind jedoch ein wesentliches Ergebnis: Sie machen sichtbar, an welchen Stellen Informationen bislang nicht ankommen, Schnittstellen fehlen oder die Einbindung in die Versorgung noch unzureichend umgesetzt ist. Die medizinischen Fragen folgen im weiteren Verlauf der Umfrage. Bitte bearbeiten Sie den Fragebogen deshalb auch dann bis zum Ende, wenn Ihnen die ersten Fragen fachfern erscheinen.

Uns ist bewusst, dass sich die Bedeutung der später erfragten, ärztlich relevanten Daten derzeit häufig noch nicht verlässlich abschätzen lässt. Auch diese Unsicherheit ist für die Untersuchung wichtig. Sie hilft dabei, den Bedarf an Information, Forschung und praktischer Erprobung zu bestimmen. Fehlende Kenntnisse und eine derzeit nicht mögliche Einschätzung sind ausdrücklich wertvolle Rückmeldungen.

→ direkt zur Umfrage