Ziele
Zielsetzung der Sektion ist es, die Facetten der Organtransplantation in der täglichen Intensivmedizin abzubilden und auf deren Probleme in Deutschland und Europa einzugehen. Es geht einerseits um die Organspende mit ihren ethischen und medizinischen Fragestellungen, andererseits um das Ansprechen der Probleme bei der Verwirklichung einer Organtransplantation. Dazu gehören die richtigen Indikationen, die gerechte Verteilung der Mangelressource Spenderorgane, alternative Organ-Bridgingverfahren als auch sinnvolle Hilfestellungen in Form von z.B. Transplantationsbeauftragten.
Wir wollen auch politisch Einfluss nehmen und versuchen, aus der Klinik heraus, sinnvolle Wege in der Organtransplantation anzustoßen und auf eventuelle Fehlentwicklungen hinzuweisen. Die DIVI ist in einer einmaligen Position dafür, denn wir können im Schulterschluss so interdisziplinär und berufsgruppenübergreifend auftreten, wie das Thema Organtransplantation ist.
Publikationen
Das Positionspapier soll dazu dienen, das Vorgehen bei Patienten mit einer schwersten Hirnschädigung, die voraussichtlich zum irreversiblen Ausfall sämtlicher Hirnfunktionen (Hirntod) führen wird, auf systematische und strukturierte Weise zu klären. Rechtssicherheit, Vertrauen und Transparenz sind in dieser sensiblen Situation für alle Beteiligten, insbesondere für die Angehörigen und das Behandlungsteam, von großer Bedeutung.
Unter Mitwirkung der Sektion Organspende und anderer Mitglieder der DIVI ist im November 2021 der Praxisleitfaden Organspende erschienen. Er orientiert sich an Aufbau und Inhalten der Richtlinie Spendererkennung der Bundesärztekammer und bietet einen schnellen und fundierten Überblick über die Thematik und Handlungsoptionen.
Univ.-Prof. Dr. med. habil. Tobias Piegeler, MBA, DESAIC
Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie
Universitätsklinikum Leipzig
Dr. med. Svitlana Ziganshyna
Ärztliche Leitung der Stabsstelle Transplantationsbeauftragte
Universitätsklinikum Leipzig