Ziele
Die Sektion Systemische Inflammation und Sepsis (SIS) hat sich zum Ziel gesetzt, innovative Forschungsprojekte im Bereich der Sepsis zu fördern und die Implementierung wissenschaftlicher Evidenz in der klinischen Praxis zu stärken. Hierdurch soll eine nachhaltige und sektorenübergreifende Verbesserung der Versorgung von Patienten mit Sepsis oder septischem Schock erreicht werden.
Themen
Das Spektrum der Sektionsprojekte reicht von der Mitarbeit bei Leitlinienprojekten als Delegierte der DIVI (z.B. S3-Leitlinie „Sepsis - Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge“ der Deutschen Sepsis-Gesellschaft (DSG)), über Versorgungsforschungsprojekte sowie deutschlandweite Umfragen zur Evaluation der Versorgungsqualität von septischen Patienten bis hin zu hoch aufwändigen sektorenübergreifenden Interventionsstudienprojekten (wie z.B. OPTISEP; siehe aktuelle Projekte). Dabei hat sich die SIS-Sektion zum Ziel gesetzt, die sektionsübergreifende Arbeit innerhalb der DIVI zu stärken und die interdisziplinäre sowie multiprofessionelle Grundausrichtung der DIVI im klinischen wie auch wissenschaftlichen Kontext mit Leben zu füllen.
Selbstverständlich wird in der Sektion für jeden DIVI-Kongress ein attraktives Programm rund um die Themenkomplexe Inflammation & Sepsis erstellt. Die überdurchschnittlich hohe Anzahl der Teilnehmer:innen an den Symposien der SIS-Sektion belegen die Qualität des erstellten Programms sowie die hohe Expertise der ausgewählten Vorsitzenden und Referent:innen.
Zudem ist es der SIS-Sektion ein großes Anliegen, vor allem jüngere Kolleg:innen bei der Entwicklung klinischer sowie akademischer Perspektiven zu unterstützen und hierbei die DIVI-Vision „Schrittmacher durch Innovation und Begeisterung“ mit Leben zu füllen.
Aktuelles Projekt
OPTISEP – Transsektorale Optimierung der Versorgungsprozesse bei Sepsis auf Basis von interoperablen Routinedaten
Dem Ziel der Sektion folgend, widmet sich OPTISEP der sektorenübergreifenden Verbesserung der Versorgungssituation von Sepsispatienten in Deutschland. Mit Hilfe eines multimodalen Interventionskonzepts, das die prä- und innerklinische Etablierung interaktiver und interprofessioneller Schulungsmaßnahmen, standardisierte Behandlungspfade sowie die Nutzung von Clinical Decision Support Systems (CDSS) zur frühzeitigen Erkennung sowie der risikoadjustierten Anwendung innovativer Verfahren zur präzisen Erregeridentifikation vorsieht, sollen die Sepsismorbidität und – mortalität signifikant reduziert werden. Dies erfolgt unter kontinuierlicher Datenerfassung innerhalb der Infrastruktur des Aktionsbündnisses zur Verbesserung der Kommunikations- und Informationstechnologie in der Intensiv- und Notfallmedizin (AKTIN). Die prospektive, multizentrische Interventionsstudie befindet sich derzeit in der Beantragung zur Förderung durch den Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA).
OPTISEP steht beispielhaft für das Potential sektionsübergreifender wissenschaftlicher Arbeit. Neben der engen Einbindung der AKTIN-Infrastruktur, ist es die intensive und wertvolle Zusammenarbeit mit der Sektion „Notfalldokumentation“, der Sektion „Strukturen Klinische Akut—und Notfallmedizin“, der Sektion „Qualität und Ökonomie in der Intensivmedizin“, der Sektion „Pflegeforschung und Pflegequalität“ sowie der Sektion „Angewandte Pharmakologie in der Notfall- und Intensivmedizin“, die das Projekt zu einem Best Practice Beispiel für den Mehrwert interprofessionell und interdisziplinär vernetzter Forschung unter dem Dach der DIVI macht.
Univ.-Prof. Dr. med. Hendrik Bracht
Univ.-Prof. Dr. med. Hendrik Bracht
Universitätsprofessor für Interdisziplinäre Intensivmedizin
stellv. Klinikdirektor
Universitätsklinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfallmedizin,
Transfusionsmedizin und Schmerztherapie
Burgsteig 13
33617 Bielefeld
Prof. Dr. med. Christina Scharf-Jannsen
PD Dr. med. Christina Scharf-Janßen
Leiterin der Arbeitsgruppe Dialyse- und Adsorptionsverfahren, Klinik für Anaesthesiologie, LMU Klinikum
Kongresseröffnung DIVI23