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31. August 2026

Viel Energie und echtes Miteinander: Junge DIVI Summer School zu Gast in Freiburg

40 Teilnehmende, 18 Dozierende und drei Tage voller Praxis, Austausch und interprofessionellem Lernen: Die Junge DIVI Summer School hat in diesem Jahr erneut gezeigt, was möglich ist, wenn junge Menschen aus Ärzteschaft, Pflege und Gesundheitsfachberufen mit- und voneinander lernen. Als Teil der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin hat die Junge DIVI vor allem die neuen Fachkollegen im Blick. Schauplatz der Summer School war in der vergangenen Woche die Universitätsklinik Freiburg, welche Trainings- und Simulationszentren bereitstellte. „Wir wollten vor allem eines: Jede Berufsgruppe sollte ihre Expertise einbringen können und genauso die Möglichkeit haben, von den anderen zu lernen“, erklärt Alexander Grieshaber, ausgebildeter Notfallsanitäter und Medizinstudent. „Dass das so gut funktioniert hat, lag vor allem an der unglaublichen Energie der Teilnehmenden und Dozierenden. Ich bin sehr dankbar dafür, dass mir das Vertrauen der Jungen DIVI für die diesjährige Leitung der Summer School entgegengebracht wurde und bin echt stolz auf das Ergebnis.“

Rund 80 Bewerbungen waren für die 40 Plätze eingegangen – obwohl die Plätze bereits von 28 auf 40 aufgestockt wurden. Das Programm wurde wieder bewusst so gestaltet, dass möglichst viel „hands-on“ ausprobiert werden konnte. Unterstützt wurde das Team dabei unter anderem vom Team der Anästhesiologie der Uniklinik Freiburg, dem Universitäts-Notfallzentrum, den Maltesern, dem DRK und dem Unitransport.

ECMO, Schockraum und Intensivstation: Lernen mit allen Sinnen

Die der Summer School übergeordnete und sich jährlich ändernde Fallvignette, auf die sich alle Module der Summer School beziehen, beschrieb dieses Jahr die Versorgung und Rehabilitation eines Herzinfarkt-Patienten nach ECLS (extracorporeal life support). Die Teilnehmenden konnten unter anderem mit dem Freiburger ECMO-Mobil arbeiten und die Kanülierung selbständig an einer Übungspuppe vornehmen. Auch Schockraum-Übergaben, Umgang mit Angehörigen, Sonografie und Untersuchungsmethoden auf der Intensivstation standen auf dem Programm.

In weiteren Workshops übten sich die Teilnehmenden in der Ergotherapie, Atemtherapie, Delir-Prävention und Ethik. „Sehr vorbildlich ist, dass sich alle Dozierenden ehrenamtlich eingebracht haben. Dadurch können wir die Kurskosten so niedrig halten, dass sich vor allem auch Auszubildende und Studierende die Summer School leisten können“, lobt Johannes Marquardt, Teil des Leitungsteams der ersten beiden Junge DIVI Summer Schools in München und Aachen.

Für die organisatorische und fachliche Vorbereitung gab es Unterstützung von einigen Kolleginnen und Kollegen, etwa von Privatdozent Dr. Axel Schmutz als zentralem Ansprechpartner vor Ort sowie von Professor Dr. Hartmut Bürkle, Chefarzt der Anästhesie in Freiburg.

Zeit für Austausch gehört zum Konzept

Auch außerhalb der Sessions blieb viel Raum zum Kennenlernen. Noch längere Pausen und ein gemeinsames Get-together in der Freiburger Innenstadt sorgten dafür, dass aus 40 einzelnen Teilnehmenden schnell eine Gruppe wurde. Eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe entstand bereits während der Veranstaltung – für die nächste Summer School soll das Vernetzen sogar schon vor Beginn erleichtert werden.

Und wie geht es weiter? „Die Planungen für 2027 beginnen bereits. Nach München, Aachen und Freiburg soll es nun in Richtung Norden oder Osten gehen“, so Alexander Grieshaber.

Fotos: Titus Manta