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PM: Ausgezeichnet – DIVI verleiht Preise über 50.000 Euro für herausragende Arbeiten in der Intensiv- und Notfallmedizin

Diese Arbeiten können sich sehen lassen: Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hat jetzt im Rahmen der eigenen Jahrestagung mit 4.000 Teilnehmern zahlreiche Preise für herausragende Arbeiten im Bereich der Intensiv- und Notfallmedizin verliehen. Darunter zwei DIVI-Förderstipendien über insgesamt 20.000 Euro sowie erstmalig den mit 10.000 Euro dotierten Forschungsförderpreis Delir-Management. Weitere Preise finden Sie hier in unserer Übersicht zusammengefasst:

Forschungsförderung: Dietlind Tittelbach-Helmrich erhält DIVI-Preis für nicht-ärztliche Personalanalyse

Die mit 5.000 Euro dotierte Forschungsförderung der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) geht in diesem Jahr an Professorin Dietlind Tittelbach-Helmrich (Foto, links), Chirurgin und Leiterin des Studiengangs Arztassistenz an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe. Die Wissenschaftlerin erforscht, welche Tätigkeiten Fachärzte der Notaufnahme an qualifiziertes medizinisches Fachpersonal delegieren können, um sich ihren primären Aufgaben effektiver widmen zu können. „Die Notaufnahme ist primäre Anlaufstelle für circa 30 bis 70 Prozent aller stationär aufgenommenen Patienten und damit wichtige Organisationsdrehscheibe im Krankenhausbetrieb“, erklärt Tittelbach-Helmrich.

So sieht das auch die DIVI-Jury: „Die Preisträgerin hat uns davon überzeugt, dass eine Delegation von ärztlichen Leistungen auf nicht-ärztlich qualifiziertes Personal nicht ohne eine empirische Analyse für die Zukunft erfolgen kann. Sie erhält die Unterstützung des Preisgeldes, um durch eine Umfrage das Ausmaß der Delegation ärztlicher Leistungen zu quantifizieren und die Prozessqualität zu beurteilen, nicht nur unter ökonomischen Aspekten“, erklärt Professor Gerhard W. Sybrecht (Foto, rechts), Sprecher der Jury.

Erfolgsvoraussetzung: Bessere Organisation der Notaufnahme

„Der Betrieb, die Prozesse sowie die Organisation der Notaufnahme ist nicht nur medizinisch dringend geboten, sondern auch zentrale Erfolgsvoraussetzung eines Krankenhauses“, sagt die Preisträgerin. Im Rahmen ihres Projektes wird Tittelbach-Helmrich mit verschiedenen Zentralen Notaufnahmen zusammenarbeiten. Im Fokus der Untersuchungen werden die Tätigkeitsfelder von Ärzten unterschiedlicher Hierarchiestufen stehen. In den USA ist solch ein Verfahren bereits seit den 1970er Jahren Klinikalltag. Ärzte konzentrieren sich dort auf ihre primären Aufgaben, zusätzliche Tätigkeiten übernehmen die sogenannten Physician Assistants.

Forschungsförderung im Bereich der intensiv- und notfallmedizinischen Gesundheitsfachberufe

Die DIVI-Stiftung vergibt jährlich eine Forschungsförderung in Höhe von 5.000 Euro für Projekte im Bereich der intensiv- und notfallmedizinischen Gesundheitsfachberufe. Darunter fallen Berufe im Gesundheitswesen, der Gesundheitsförderung, der medizinischen Therapie und Diagnostik sowie der Rehabilitation. Bewerbungsschluss ist jeweils der 30. September. Mehr Informationen dazu gibt es unter der Rubrik „Preise und Ausschreibungen“ auf der DIVI-Webseite.


Spinales Trauma: Best-Teacher-Award geht an Professor Jürgen Piek aus Rostock

DIVI Best Teacher Award 2017Neurochirurg Professor Jürgen Piek (Foto, links) gewinnt den Best-Teacher-Award der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Der Direktor der Abteilung Neurochirurgie an der Universitätsmedizin Rostock erhält die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen Vortrag zum Thema „Spinales Trauma“ und wurde jetzt im Rahmen des DIVI-Jahreskongresses in Leipzig ausgezeichnet. Piek gibt Ärzten und Pflegepersonal konkrete Handlungsanweisungen für die Behandlung von Patienten mit Querschnittslähmung. Besonders berücksichtig werden dabei einhergehende Probleme wie Thrombose oder Blasenlähmung.

Das spinale Trauma ist ein intensivmedizinisches Thema, zu dem Jürgen Piek bereits in der Vergangenheit zahlreiche Arbeiten und Bücher publiziert hat. „Bei der täglichen Arbeit fallen einem immer wieder Defizite auf, was die Behandlung dieser speziellen Patientengruppe angeht“, sagt der Preisträger. Dass er für seinen Vortrag eine Auszeichnung erhält – damit hatte er nicht gerechnet und gibt zu: „Ich war völlig überrascht, dass ich so unter Beobachtung stehe.“

Für herausragende Vorträge: Der Best-Teacher-Award

Die DIVI verleiht anlässlich ihres Jahreskongresses 2017 den mit 1.000 Euro dotierten Best-Teacher-Award. Mit diesem Preis wird der beste Fortbildungsvortrag innerhalb des Fortbildungsprogramms des DIVI-Kongresses gewürdigt. Voraussetzung für die Auszeichnung ist, dass der Vortrag von mindestens 20 Zuhörern und von mindestens 20 Prozent der Zuhörer bewertet wurde. Über die Preisvergabe entscheidet dann das DIVI-Präsidium.

Foto: Preisträger Prof. Dr. Jürgen Piek (links) und DIVI-Generalsekretär Prof. Dr. Andreas Markewitz (rechts).

„Mit Abstand beste Bewertung“: Valerius-Preis zeichnet Arbeit über Atmungs- und Physiotherapeuten aus

Valerius-PreisAn die volle Atemkontrolle muss sich ein Patient nach einer Operation mit künstlicher Beatmung erst wieder gewöhnen. Diese spezielle Entwöhnungsphase kann bei einer Langzeitbeatmung bis zu mehrere Wochen dauern. Geschulte Atmungs- und Physiotherapeuten unterstützen Betroffene in dieser Zeit. Wissenschaftler haben sich die Arbeit dieser Therapeuten genauer angeschaut und wurden dafür jetzt mit dem über 1.500 Euro dotierten Valerius-Preis der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) geehrt. Die Preisträger sind Norbert Schwabbauer vom Universitätsklinikum Tübingen, Silke Klarmann vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und Dr. Jens Geiseler von der Klinik für Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin an der Paracelsus-Klinik Marl. Sie haben den Preis im Rahmen des DIVI-Jahreskongresses in Leipzig erhalten.

Mit ihrem wissenschaftlichen Beitrag „Stellenwert der Atmungs- und Physiotherapie im Weaning“ wurden die drei Autoren für die beste nicht-ärztliche Veröffentlichung der vergangenen beiden Jahre geehrt. Der Beitrag klärt darüber auf, wo und wie Atmungs- sowie Physiotherapeuten in der Phase der Entwöhnung eines beatmeten Patienten vom Beatmungsgerät eingesetzt werden können. Schwabbauer, Klarmann und Geiseler beschreiben, dass eine erfolgreiche Beatmungsentwöhnung – das sogenannte Weaning – eine kontinuierliche Betreuung auf der Intensivstation erfordert. Sowohl durch Ärzte als auch durch weiteres medizinisches Personal. Eine entscheidende Rolle kommt dabei der Gruppe der Physio- und Atmungstherapeuten zu. Sie besitzen das entsprechende Know-how, können die vielfältigen Ursachen des Weaning-Versagens frühzeitig erkennen und die komplette Behandlung darauf abstimmen. „Die Arbeit von Erstautor Norbert Schwabbauer hat mit Abstand die beste Bewertung erhalten. In der Arbeit wurden Praxis-, Berufsgruppen- und Patientenrelevanz am deutlichsten aufgezeigt. Der Hintergrund des Themas war hervorragend recherchiert und hat den Zusammenhang zur verbesserten Patientenversorgung deutlich herausgestellt“, so Tilmann Müller-Wolff, der die Expertenjury des Valerius-Preises koordiniert. Damit kam die Jury zu einem eindeutigen Ergebnis für die Vergabe an die beste Arbeit.

Besondere Ehrung der Leistungen Norbert Schwabbauers

Der Atmungstherapeut, medizinische Fachautor und Erstautor der Veröffentlichung Norbert Schwabbauer konnte den Preis nicht mehr entgegennehmen. Er ist im März verstorben. Schwabbauer war als Atmungstherapeut an der Pneumologischen Intensivstation des Universitätsklinikums Tübingen tätig und hatte sich durch Publikationen, Kongressvorträge, Fortbildungen und Workshops zu Fachthemen über die Grenzen von Tübingen hinaus einen Namen gemacht. Den Preis nahm die Zweitautorin Silke Klarmann entgegen, die als Physiotherapeutin und Fachleiterin der Zentralen Einrichtung Physiotherapie und Physikalische Therapie an der Universität Schleswig-Holstein in Kiel tätig ist. Drittautor ist Dr. Jens Geiseler, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin an der Paracelsus-Klinik Marl.

DIVI fördert nicht-ärztliche Wissenschaftsbeiträge

2013 wurde der Valerius-Preis zum ersten Mal verliehen. Damit zeichnet die DIVI alle zwei Jahre den besten Beitrag aus der Gruppe der nicht-ärztlichen Mitarbeiter aus. Die Jury setzt sich aktuell zusammen aus Tilmann Müller-Wolff, Sprecher der DIVI-Sektion Pflegeforschung und Pflegequalität, Kathrin Stöver, Sprecherin der DIVI-Sektion Physiotherapie, Thomas van den Hooven, Pflegedirektor und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikum Münster sowie Andreas Schäfer, Fachkrankenpfleger und Pflegewissenschaftler aus Schwalmstadt. Bewertet werden bereits veröffentlichte Beiträge von Autoren aus nicht-ärztlichen Berufsgruppen. Mit der Namensgebung des Preises ehrt die DIVI eine herausragende pflegerische Persönlichkeit, die mit Pioniergeist den Grundstein der heutigen Fachweiterbildungen legte: Therese Valerius entwickelte ein Weiterbildungskonzept und eröffnete 1972 an der Uniklinik Mainz den ersten Weiterbildungslehrgang „Anästhesie und Intensivtherapie“.

Foto (von links nach rechts): Preisträgerin Silke Klarmann, Tilmann Müller-Wolff, Preisträger Dr. Jens Geiseler, Sabine Bosch (Produktmanagerin der DIVI-Zeitschrift, Deutscher Ärzteverlag) sowie Prof. Dr. Hilmar Burchardi.

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