Leitlinienkoordinatoren Prof. Dr. med. Gernot Marx und Prof. Dr. med. Frank Hildebrand

Neue S3-Leitlinie Intensivmedizin nach Polytrauma veröffentlicht

Die erste alleinig federführend von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) verantwortete S3-Leitlinie – Intensivmedizin nach Polytrauma – ist jetzt von der AWMF veröffentlicht worden. „Es brauchte dringend Handlungsempfehlungen für die sich an die Akutversorgung anschließende intensivmedizinische Behandlung von Polytraumapatienten“, betont der Past Präsident der DIVI, Prof. Gernot Marx, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care am Universitätsklinikum Aachen. Er koordinierte die Leitlinie gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Frank Hildebrand, Direktor der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Aachen. So würde die Versorgung von Schwerstverletzten nach Unfällen aber auch Kriegsopfern aus der Ukraine die medizinischen Teams vor immer neue Herausforderungen stellen. „Aber jetzt können wir erstmals validierte Behandlungsempfehlungen aussprechen, die nicht vor der Tür der Intensivstation enden “, so Hildebrand. Mehr als 50 Experten aus 25 Fachgesellschaften waren eingebunden.

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Vertreter der DIVI und DGINA

DIVI und DGINA veröffentlichen Empfehlungen zur Struktur und Ausstattung von Notaufnahmen

„Patientinnen und Patienten sollen sich darauf verlassen können, dass sie im Notfall schnell und gut versorgt werden“, kommentierte Gesundheitsminister Karl Lauterbach am Mittwoch den Kabinettsbeschluss zur Reform der Notfallversorgung. Mit dem gleichen Ansinnen veröffentlichen heute die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und die Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) die deutschlandweit ersten Empfehlungen zur Struktur und Ausstattung von Notaufnahmen 2024. „Wir sind überzeugt, dass unser Strukturpapier ein Meilenstein für die Weiterentwicklung der Klinischen Akut- und Notfallmedizin in Deutschland ist,“ betonen DGINA-Präsident Martin Pin, Chefarzt der Klinik für Notfall- und Akutmedizin am Florence-Nightingale-Krankenhaus Düsseldorf, und DIVI-Präsident Prof. Felix Walcher, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Magdeburg, im Schulterschluss.

„Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen sowie der Komplexität des Reformvorhabens soll unser Strukturpapier als Empfehlung und Orientierung sowohl für Kliniken als auch für Kostenträger und Politik dienen“, erklärt der federführende Autor, Dr. Torben Brod, Sprecher der DIVI-Sektion Strukturen in der Klinischen Akut- und Notfallmedizin und Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme der Medizinischen Hochschule Hannover.

Denn bis heute gab es in Deutschland keine einheitlichen Empfehlungen zur erforderlichen Ausstattung und Struktur von Notaufnahmen. Entsprechend hat in den letzten Monaten ein interdisziplinäres und multiprofessionelles Expertengremium aus den Reihen von DIVI und DGINA die vorliegenden gemeinsamen Empfehlungen erarbeitet.

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Dr. Anke Hierundar

Erstmals Berufsbild für Psychologen in der Intensiv- und Notfallmedizin definiert

Der Bedarf psychologischer Begleitung von Patienten und Angehörigen wird von den Teams in den Notaufnahmen und Intensivstationen ausdrücklich benannt. Auch im Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) über die neu zu gründenden Zentren für Intensivmedizin wird die psychologische Versorgung der Patienten als verbindlicher Teil der komplexen Qualitätsanforderungen festgeschrieben. Was genau aber die Aufgaben der dort tätigen Psychologen sind, ist bis dato nicht definiert. Zur Qualitätssicherung der psychologischen Versorgung in der Intensivmedizin sowie der klinischen Notfallmedizin hat die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) jetzt erstmals ein Berufsbild definiert, das breite fachliche Unterstützung durch die fünf mitzeichnenden Fachgesellschaften erfährt.

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Haben mehr als zwei Jahre an der NIHSS-Schulungsplattform gearbeitet (v.o.l.): Cornelia Reisacher, Thomas Nägele, Prof. Darius Nabavi, PD Dr. Bastian Volbers, Mario Lorenz, PD Dr. Annerose Mengel und PD Dr. Katharina Feil

NIH-Schlaganfall-Skala: DSG veröffentlicht deutschsprachige Schulungsplattform

Eine deutschsprachige Schulungsplattform zur Anwendung der National Institute of Health Stroke Scale (NIHSS) wird seit Monatsanfang von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) betrieben. Diese ist gleichermaßen für Ärzte wie auch Pflegekräfte konzipiert und kostenfrei unter www.dsg-nihss.de erreichbar. Auch vergibt die DSG für jeden angemeldete Teilnehmer am Ende der Schulung ein eigenes Zertifikat. Die Erfassung neurologischer Defizite von Patienten mit akutem Schlaganfall sowie die regelmäßige Dokumentation ihrer Fortschritte soll damit zukünftig von jedem Mitarbeitenden der Stroke-Unit verlässlich und sicher beherrscht werden.

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Dr. Klaus Michael Lücking und Prof. Klaus Hahnenkamp

Abfragepflicht im Organspenderegister ab 1. Juli: temporäre Hilfestellungen erarbeitet

Am kommenden Montag, dem 1. Juli, zündet das neue deutsche Organ- und Gewebespenderegister (OGR) seine zweite Stufe: Intensivmediziner sollen nun in allen Entnahmekliniken die dort hinterlegten Eintragungen digital abrufen können. Auch wenn das Transplantationsgesetz mittlerweile eine Registerabfrage bei jedem potenziellen Organspender auf der Intensivstation verpflichtend vorsieht, bestehen weiterhin relevante Hürden – sowohl in den Kliniken selbst, als auch insbesondere in ihrer verlässlichen elektronischen Anbindung an das Register. Nun sind gemeinsam temporär greifende Hilfestellungen erarbeitet worden, um trotzdem keine einzige mögliche Organspende auf den Intensivstationen zu gefährden.

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Prof. Felix Walcher, Prof. Sabine Blaschke, Dr. Torben Brod, Dr. Janina Bathe, Bernhard Gliwitzky

DIVI nimmt Stellung zum Reformvorhaben der Notfallversorgung: „Gesetzentwurf dringend optimierungsbedürftig“

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hat gegenüber dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) eine umfassende Stellungnahme zur geplanten Reform der Notfallversorgung abgegeben. Der Gesetzentwurf vom 3. Juni 2024 (NotfallGesetz – NotfallG) ist aus Sicht der Fachgesellschaft, die mehr als 4.500 Mitglieder aus dem Bereich Intensiv- und Notfallmedizin vertritt, noch dringend optimierungsbedürftig. Es sei der Versuch unternommen worden, wesentliche Punkte der vierten und der neunten Stellungnahme der Regierungskommission für eine bedarfsgerechte und moderne Gesundheitsversorgung zu berücksichtigen, heißt es. „Aber es zeigt sich deutlich“, kommentiert DIVI-Präsident Professor Felix Walcher, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Magdeburg, „dass die für die Notfallmedizin zuständigen Fachgesellschaften, wie zum Beispiel wir als die DIVI, bei der Überarbeitung dieses Entwurfs mit unserer Fachexpertise unbedingt einzubinden sind!“ Fünf wesentliche Punkte hat die DIVI identifiziert, beginnend bei der Annahme des Notrufs bis hin zur digitalen Datenerfassung der Patienten in der Notaufnahme, die es zu überarbeiten gelte.

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DIVI-Beginner-Kurs Intensivmedizin

Nächster DIVI-Beginner-Kurs Intensivmedizin im Oktober

Vom 14. bis 18. Oktober findet der nächste DIVI-Beginner-Kurs Intensivmedizin statt – wieder vor Ort in der Geschäftsstelle in Berlin sowie im Simulationszentrum der Charité. Ziel des Kurses ist es, Einsteigern ein fundiertes und aktuelles intensivmedizinisches Wissen zu vermitteln. 25 interaktive Vorträge, verteilt über 5 Tage, geben einen fundierten Überblick und bringen 55 CME-Punkte. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

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Teilnehmer des 3. Intensivpflegegipfel von DIVI und DGF

Intensivpflegegipfel von DIVI und DGF: Konstruktiv voran für die Zukunft der Fachpflegenden!

„Wir befinden uns in sehr turbulente Zeiten mit vielen substanziellen Veränderungen in der Medizin.“ Mit diesen Worten leitete DIVI-Präsident Prof. Felix Walcher den dritten Intensivpflegegipfel der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF) Mitte vergangener Woche in Berlin ein. „Diese Chance gilt es zu nutzen“, so Walcher. In diesem Sinne saßen die Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege, die Präsidentin des Deutschen Pflegerates, der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen wie auch weitere Vertreter aus den Büros der Bundestagsabgeordneten, Vertreter der Pflegekammern und Pflegeverbänden mit DIVI und DGF am runden Tisch, um über die Lösungsvorschläge, Reformansätze und Gesetzesentwürfe rund um die Intensivpflege und Notfallpflege zu sprechen. Und merkten: Alle ziehen an einem Strang!

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  1. DIVI-Kongresse: Jetzt noch On-Demand-Bibliothek nutzen!
  2. In sechs Schritten zur Implementierung eines klinischen Kriseninterventionsteams: DIVI veröffentlicht Empfehlungen
  3. Akut- und Notfallmedizin: DIVI und DGF definieren Handlungsfelder der Pflegenden
  4. Jetzt veröffentlicht: Qualitätsindikator zur Besetzung der Intensivstationen komplett überarbeitet

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