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Aktuelle Meldungen

Neuigkeiten aus der Intensiv- und Notfallmedizin

Arzt hält Organspendeausweis

Zwei konkurrierende Gesetzesentwürfe zur Neuregelung der Organ- und Gewebespende werden derzeit im Bundestag diskutiert – bisher ohne Intensivmediziner anzuhören. „Hier müssen aber unbedingt Experten zu Wort kommen dürfen, die sowohl bei der Spendererkennung, aber vor allem in sämtliche Prozesse zur Realisierung einer Organspende verantwortlich eingebunden sind!“, befindet Professor Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler. Er hat deshalb eine Blitzumfrage unter seinen mehr als 2.800 Mitgliedern durchgeführt: mehrheitlich Ärzte, Pfleger, Therapeuten oder auch Seelsorger. „Wir wollten die Meinung der Menschen in Erfahrung bringen, die sich tagtäglich mit kritisch Kranken beschäftigen und unmittelbar in eine mögliche Organ- oder Gewebespende involviert sind.“ Favorisieren sie eher die aktuelle gültige Entscheidungslösung? Die doppelte Widerspruchslösung? Eine Stärkung der Entscheidungsbereitschaft? Das Ergebnis ist nicht eindeutig. Aber immerhin zwei Drittel der Intensivmediziner sprechen sich für die viel diskutierte Widerspruchslösung aus.

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Privatdozent Dr. Florian Hoffmann

Platzmangel auf deutschen Kinderintensivstationen: „Der notwendige Versorgungsbedarf für kranke Kinder kann nicht mehr sicher gewährleistet werden“, sagt Privatdozent Dr. Florian Hoffmann (Foto), Sprecher der Sektion „Pädiatrische Intensiv- und Notfallmedizin“ der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Oberarzt auf der Interdisziplinären Kinderintensivstation am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er bezieht sich dabei auf neue Studienergebnisse der Universität zu Köln, die jetzt veröffentlicht wurden. Demnach führe die Unterfinanzierung in der Pädiatrie zu einer Umstrukturierung der pädiatrischen Versorgungslandschaft, die zu einem Abbau pädiatrischer Versorgungskapazitäten führt. „Kliniken haben somit immer weniger Betten und immer weniger Personal, um kritisch kranke Kinder zu behandeln“, sagt Hoffmann. „Hier muss die Politik dringend handeln, bevor die Gesundheit von Kindern durch die Ökonomisierung des Systems riskiert wird.“

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Professor Bernd Böttiger

Geringe Reanimationsquote in Deutschland: Jedes Jahr erleiden deutschlandweit mehr als 70.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand. Dabei ist die Bereitschaft anwesender Laien zur Durchführung einer sofortigen Laienreanimation im internationalen Vergleich gering. Nur bei jedem dritten Herz-Kreislauf-Stillstand wird mit der Wiederbelebung begonnen, bevor der Notarzt eintrifft. Der am 16. Oktober stattfindende „World Restart a Heart Day“ will mit weltweiten Aktionen dafür sorgen, dass mehr Menschen in der Lage sind, im Notfall direkt mit einer Laienreanimation Leben zu retten. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) unterstützt die Initiative: „Wir rufen medizinisches Personal aller Fachgebiete auf, Kinder sowie Erwachsene in der Anwendung der lebensrettenden Wiederbelebungsmaßnahmen zu schulen“, sagt Professor Bernd Böttiger (Foto), Mitglied des DIVI-Präsidiums und Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Köln.

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Rettungssanitäter im Einsatz

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) begrüßt nachdrücklich den am 11. Oktober getroffenen Beschluss des Bundesrats zum „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Notfallsanitätergesetzes“. Die DIVI unterstützt die Beschlusslage und die damit verbundene Gesetzesänderung. Die derzeitige Rechtslage führt tatsächlich bei den handelnden Personen im Rettungseinsatz – und hier insbesondere bei den Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern – zu einer erheblichen Rechts-, aber auch Handlungsunsicherheit. In Großstädten und Ballungsräumen mag ein nahezu gleichzeitiges Eintreffen von Notfallsanitätern und Notärzten regelhaft der Fall sein, dies gilt aber nicht für viele flächenmäßig bedeutsame ländliche Räume.

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Tilmann Müller-Wolff

In der Intensivpflege werden zunehmend Diskussionen über einen Mangel an Ressourcen geführt. Der Fachkräftemangel hat eine direkte Auswirkung auf die Versorgungsqualität in den Krankenhäusern. Insbesondere Fachpflegekräfte stehen den Krankenhäusern nicht mehr ausreichend zur Verfügung. Damit sich daran etwas ändert, haben Experten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sowie der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF) fünf Thesen erarbeitet, um die Relevanz der Pflege-Profession für das Gesundheitssystem öffentlich zu unterstreichen. „Wir wollen damit die fachliche Diskussion um die notwendige Anzahl von Fachpflegenden in der Intensivmedizin schnellstmöglich weiter vorantreiben“, sagt Tilmann Müller-Wolff (Foto), Sektionssprecher der DIVI-Sektion Pflegeforschung und Pflegequalität sowie Akademieleiter der Regionale Kliniken Holding in Ludwigsburg, der das jetzt veröffentlichte Thesenpapier federführend erstellt hat. „Spezifische Qualifikationen, eigenständige Handlungsfelder und Interprofessionalität sind nur drei der Hebel, die wir für eine qualitativ hochwertige Versorgung kritisch kranker Patienten identifiziert haben“, so Müller-Wolff.

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