Aktuelle Meldungen

Neuigkeiten aus der Intensiv- und Notfallmedizin

Ärzte reanimieren Baby

Lebensrettende Reanimationsmaßnahmen sollten ständig geschult werden. Deshalb lädt das European Resuscitation Council (ERC) direkt vor dem DIVI-Kongress zur zweitägigen Fortbildung „Advanced Life Support“ (ALS) nach Leipzig ein. Der Kurs umfasst neben theoretischen Vorträgen vor allem praktische Stationen und simulierte Notfallszenarien sowie Kleingruppendiskussionen. In den verschiedenen Vorträgen, Gesprächen, Workshops und praktischen Übungen stehen am 4. und 5. Dezember neben ALS auch Themen wie Basic Life Support (BLS), Atemwegsmanagement sowie Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen im Fokus.

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Prof. Dr. Uwe Janssens

Die Intensivbehandlung zu begrenzen, das kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein. Zum Beispiel dann, wenn das Überleben eines Patienten nur um den Preis einer dauerhaften schweren Einschränkung seiner Lebensqualität sichergestellt werden kann. Die Sektion Ethik der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hat nun in Zusammenarbeit mit der Sektion Ethik der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) einen Dokumentationsbogen veröffentlicht, der bei dieser schwierigen Entscheidung eine wertvolle Hilfestellung gibt. Gemeinsam entwickelt haben ihn Vertreter vieler verschiedener Fachdisziplinen, unter anderem Medizinethiker, Medizinrechtler, Anästhesisten, Internisten, Pädiater und Palliativmediziner.

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Mann im Krankenhaus unterschreibt Dokument, seine Familie im Hintergrund

Fatale Folgen ohne Vollmacht: Nur jeder zweite Intensivpatient in Deutschland verfügt über eine Vorsorgevollmacht oder eine Patientenverfügung, so das Ergebnis einer Studie des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) unter der Leitung von Professor Stefan Kluge, Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sowie Direktor der UKE-Klinik für Intensivmedizin. „Damit können wir Ärzte viele Patienten weder juristisch abgesichert noch zweifelsfrei in ihrem Sinne behandeln“, sagt Kluge. 998 Patienten auf elf Intensivstationen wurden befragt, nur 51 Prozent davon verfügten entweder über eine Vorsorgevollmacht oder eine Patientenverfügung. Überraschend auch:

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Professor Bernd Böttiger

Europa im Blick: DIVI-Präsidiumsmitglied Professor Bernd Böttiger (Foto), Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Uniklinik Köln, ist zum zweiten Mal als Director Science and Research des European Resuscitation Council (ERC) wiedergewählt worden. Der Mediziner verantwortet damit bereits zum dritten Mal für zwei Jahre den Bereich Wissenschaft und Forschung im ERC. In dieser Position kann er weiterhin wichtige Impulse für Studien und wissenschaftliche Projekte in der Reanimationsversorgung setzen. „Gemeinsam können wir in Deutschland 10.000 Menschenleben pro Jahr zusätzlich retten. In Europa bis zu 100.000 Menschenleben. Das ist für mich die größte Motivation für die kommenden Jahre“, sagt Böttiger.

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Katrin Wedler

Die Ziele sind klar: Anerkennung der Notaufnahmen als eigenständige Funktionsbereiche sowie die Etablierung einer Fachkraftquote für fachweitergebildete Notfallpflegende. Mit diesen Forderungen des jetzt veröffentlichten Positionspapiers will das multiprofessionelle Aktionsbündnis Notfallpflege eine hochwertige Notfallversorgung sichern und den Status der Notfallpflege in Deutschland stärken. Initiiert wurde das Bündnis von der Pflegeexpertin Katrin Wedler, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Klinik für Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Magdeburg mit Unterstützung von Professor Felix Walcher, Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sowie Direktor der Klink für Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Magdeburg.

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