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Kongress-Rückblick DIVI 2018: „Es ist enorm wichtig, dass sich alle in der Intensivmedizin auch nach dem Kongress in die Berufspolitik einmischen!“

Die wichtigste Veranstaltung für die Intensiv- und Notfallmedizin in Deutschland war ein voller Erfolg: Vom 5. bis 7. Dezember kamen rund 4.200 Teilnehmer zum 18. Jahreskongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) nach Leipzig – Besucherrekord! Unter dem Kongressmotto „Qualität und Patientensicherheit“ gab es neue Veranstaltungsformate, unter anderem eine Podiumsdiskussion zum Dauerbrenner-Thema Personaluntergrenze und eine gut besuchte Öffentlichkeitsveranstaltung über die Grenzen der Intensivmedizin. Im Interview zieht Kongresspräsidentin Professorin Elke Muhl (Foto) ein positives Fazit, spricht über ihre persönlichen Eindrücke und appelliert an die Teilnehmer, sich auch weiterhin berufspolitisch einzubringen.

Frau Professorin Muhl, was hat Sie nach drei Kongresstagen hier in Leipzig am meisten beeindruckt?
Beeindruckt hat mich wirklich, wie gut das vielfältige Programm angenommen wurde. Wir haben einige neue Formate ausprobiert, die auf große Resonanz gestoßen sind. Bei der Podiumsdiskussion über die Personaluntergrenze wurde lebhaft diskutiert. Die Öffentlichkeitsveranstaltung zum Thema Palliativ- und Intensivmedizin wurde von den Leipzigern sehr gut angenommen – und hier gab es gute Gespräche und spannende Fragen aus dem Publikum. Das hat mich sehr gefreut. Wir hatten noch mehr Besucher als im vergangenen Jahr und auch die Industrie hat uns sehr gut unterstützt. Ich bin insgesamt sehr zufrieden.

Welches Gefühl nehmen Sie für sich persönlich mit nach Hause?
Es war ein erfolgreicher Kongress in jeder Hinsicht. Auch von der Organisation der Messe Leipzig her hat alles sehr gut funktioniert, die Erweiterung der Messefläche stieß auf positive Resonanz. Wir haben uns gut aufgehoben gefühlt.

Und welche Take-Home-Message gibt es für die Teilnehmer?
Das ist natürlich immer schwierig zu sagen, weil es einfach sehr viele Take-Home-Messages über den gesamten Kongress gab. Sehr viele positive Rückmeldungen habe ich persönlich zur Öffentlichkeitsveranstaltung bekommen. Hier ging es darum, wo die Grenzen der Intensivmedizin und die Schnittstellen zur Palliativmedizin sind. Dieses Thema schien den Teilnehmern sehr am Herzen zu liegen.

Sie sind als Kongresspräsidentin bei allen planerischen Details eingebunden. Gab es da auch Überraschungen?
Um ehrlich zu sein: Nein! Es ist alles so abgelaufen, wie wir uns das gedacht und gewünscht haben. Wie bei jedem DIVI-Kongress gab es aber natürlich viele Neuigkeiten, wo ich dazulernen konnte – neue wissenschaftliche Publikationen, neue Technologien, neue berufspolitische Aspekte unserer Arbeit. Da sind immer wieder kleine Überraschungen dabei. Aber genau das macht einen Kongress eben so besonders und deswegen werden auch die zukünftigen DIVI-Kongresse spannend bleiben.

Wie wurde das sehr interdisziplinäre wissenschaftliche Programm insgesamt angenommen?
Die Interdisziplinarität ist ein Kennzeichen der DIVI überhaupt und damit auch des Kongresses. Nicht nur die verschiedenen Fachdisziplinen mit ihren intensivmedizinischen Themen sind hier in Kooperation vertreten, sondern auch alle Berufsgruppen, die die Ärztinnen und Ärzte unterstützen. Ohne die würde nämlich gar nichts gehen, von Pflegekräften über Psychologen bis hin zu Palliativmedizinern. Mein Eindruck ist, dass wirklich für alle Berufsgruppen relevante Themenstränge vorhanden waren. Die Symposien waren gut besucht.

Gibt es nach Leipzig weitere Erkenntnisse für die Zukunft der Intensiv- und Notfallmedizin?
Ich finde es wichtig, dass wir beim Kongress auch über berufspolitische Themen gesprochen haben. Es ist enorm wichtig, dass sich alle Berufsgruppen der Intensivmedizin auch über den Kongress hinaus in die Berufspolitik einmischen. Das hat vor allem die Podiumsdiskussion beim Kongress gezeigt. Das Thema Personaluntergrenze betrifft alle, bewegt viele – und bedroht die Qualität der Versorgung unserer Patienten.

Von Leipzig geht es nun nach Hamburg. Warum sollten Interessierte auch zum nächsten DIVI-Kongress in die Hansestadt kommen?
Den Hamburger Kongress sollte sich natürlich keiner entgehen lassen, der auf dem allerneusten medizinischen Stand bleiben möchte. Die Veranstaltung auf dem Messegelände an der Elbe wird mindestens genauso spannend sein wie in Leipzig. Der Kongresspräsident des DIVI-Kongresses 2019, Professor Bernd Böttiger, wird neue Schwerpunkte setzen. Zudem wird nach wie vor die gesamte Bandbreite der Intensivmedizin in Fortbildung und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen abgebildet. Und in Hamburg werden wir noch mehr Platz haben: Es werden mehr Teilnehmer erwartet. Außerdem ist auch der soziale Aspekt nicht zu unterschätzen, wenn sich so viele Kolleginnen und Kollegen aus der Intensiv- und Notfallmedizin begegnen und austauschen können. Zudem ist Hamburg auch einfach eine sehr lebendige und kulturell attraktive Stadt und immer eine Reise wert.


Erste Informationen zum Kongress 2019 gibt es unter www.divi2019.de/grussworte.

Foto: Mike Auerbach

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