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Forschungsförderung: Dietlind Tittelbach-Helmrich erhält DIVI-Preis für nicht-ärztliche Personalanalyse

Die mit 5.000 Euro dotierte Forschungsförderung der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) geht in diesem Jahr an Professorin Dietlind Tittelbach-Helmrich (Foto, links), Chirurgin und Leiterin des Studiengangs Arztassistenz an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe. Die Wissenschaftlerin erforscht, welche Tätigkeiten Fachärzte der Notaufnahme an qualifiziertes medizinisches Fachpersonal delegieren können, um sich ihren primären Aufgaben effektiver widmen zu können. „Die Notaufnahme ist primäre Anlaufstelle für circa 30 bis 70 Prozent aller stationär aufgenommenen Patienten und damit wichtige Organisationsdrehscheibe im Krankenhausbetrieb“, erklärt Tittelbach-Helmrich.

Davon ist auch die DIVI-Jury überzeugt: „Die Preisträgerin hat uns davon überzeugt, dass eine Delegation von ärztlichen Leistungen auf nicht-ärztlich qualifiziertes Personal nicht ohne eine empirische Analyse für die Zukunft erfolgen kann. Sie erhält die Unterstützung des Preisgeldes, um durch eine Umfrage das Ausmaß der Delegation ärztlicher Leistungen zu quantifizieren und die Prozessqualität zu beurteilen, nicht nur unter ökonomischen Aspekten“, erklärt Professor Gerhard W. Sybrecht (Foto, rechts), Sprecher der Jury.

Erfolgsvoraussetzung: Bessere Organisation der Notaufnahme

„Der Betrieb, die Prozesse sowie die Organisation der Notaufnahme ist nicht nur medizinisch dringend geboten, sondern auch zentrale Erfolgsvoraussetzung eines Krankenhauses“, sagt die Preisträgerin. Im Rahmen ihres Projektes wird Tittelbach-Helmrich mit verschiedenen Zentralen Notaufnahmen zusammenarbeiten. Im Fokus der Untersuchungen werden die Tätigkeitsfelder von Ärzten unterschiedlicher Hierarchiestufen stehen. In den USA ist solch ein Verfahren bereits seit den 1970er Jahren Klinikalltag. Ärzte konzentrieren sich dort auf ihre primären Aufgaben, zusätzliche Tätigkeiten übernehmen die sogenannten Physician Assistants.

Forschungsförderung im Bereich der intensiv- und notfallmedizinischen Gesundheitsfachberufe

Die DIVI-Stiftung vergibt jährlich eine Forschungsförderung in Höhe von 5.000 Euro für Projekte im Bereich der intensiv- und notfallmedizinischen Gesundheitsfachberufe. Darunter fallen Berufe im Gesundheitswesen, der Gesundheitsförderung, der medizinischen Therapie und Diagnostik sowie der Rehabilitation. Bewerbungsschluss ist jeweils der 30. September. Mehr Informationen dazu gibt es unter der Rubrik „Preise und Ausschreibungen“ auf der DIVI-Webseite.

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