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Neuigkeiten aus der Intensiv- und Notfallmedizin

DIVI-Kongress mit 4.000 Teilnehmern in Leipzig gestartet

Das kann sich sehen lassen: Deutschlands größter Kongress für die Intensiv- und Notfallmedizin ist heute mit 4.000 Teilnehmern und rund 120 Industrieausstellern im Congress Center Leipzig gestartet. „Das große Interesse bestätigt die Bedeutung unseres Fachbereichs in Deutschland“, sagt Professor Thomas Nicolai, Kongresspräsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Er hat den Jahreskongress der Fachgesellschaft heute Nachmittag offiziell eröffnet. Nicolai, Leitender Oberarzt und Abteilungsleiter Intensivmedizin im Dr. von Haunerschen Kinderspital des Universitätsklinikums München, hat in der sächsischen Landeshauptstadt zahlreiche DIVI-Mitglieder, Neu-Mitglieder, Ärzte, Pfleger sowie Therapeuten aus dem In- und Ausland begrüßen können. Erster Höhepunkt war die Eröffnungskeynote zum Thema „Das Team ist alles – in der Luft und am Boden“. Mediziner Dr. Jens-Christian Schwindt und Flugkapitän Hans Härting haben die Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zwischen einer Intensivstation und einem Cockpit diskutiert.

„Wenn ein junger Pilot heute zum ersten Mal ein Flugzeug mit Passagieren steuert, hat er das zuvor Dutzende Male geübt und auch mehrfach im Simulator nachgewiesen, dass er kritische Situationen beherrscht“, erläutert Schwindt. „Wenn ein junger Arzt hingegen zum ersten Mal allein ein Neugeborenes versorgen muss, kann er Glück haben, wenn er die wichtigsten Handgriffe zuvor ein paar Mal bei Kollegen gesehen hat.“ Ansonsten sei er weitgehend auf sich allein gestellt. „Ärzte üben kritische Situationen noch immer am Patienten, obwohl es nicht mehr notwendig ist“, ergänzt Härting. Inzwischen existieren beispielsweise Simulations-OPs, in denen Teams Standardabläufe ebenso trainieren können wie unvorhergesehene Notfälle. „Der Unterschied zur Luftfahrt ist, dass Ärzte sich rechtfertigen müssen, wenn sie Geld für so ein Training ausgeben wollen“, so Härting. Deshalb wenden sich der Pilot und sein Ko-Referent auch explizit an Führungskräfte in Krankenhäusern. „Wir müssen die Leitung dieser Häuser für dieses Thema sensibilisieren“, so Schwindt.

High-Tech im Team: Die Zukunft der Intensiv- und Notfallmedizin

Bereits heute standen insgesamt 77 Symposien, Sessions und Workshops auf dem Programm, die den neuesten Stand der Wissenschaft praxisnah abgebildet haben. „Technik und Teamarbeit sind die Zukunft der Intensiv- und Notfallmedizin“, sagt Kongresspräsident Nicolai. „Wir haben erfahrene und hoch angesehene Referenten gewinnen können, die das tägliche Leben auf der Intensivstation prägen.“ Das Kongressmotto „High-Tech im Team“ drückt die Überzeugung der DIVI aus und ist fester Bestandteil des Programms: „Unser Wissen ist zum Nutzen für die Patienten nur dann optimal einsetzbar, wenn wir es im Team multiprofessionell und interdisziplinär anwenden“, sagt Nicolai. Deswegen seien auch Vertreter sämtlicher Fachbereiche vor Ort. Nicht-ärztliche Mitarbeiter aus der Pflege und Therapie genauso wie hochspezialisierte Ärzte. „Besonders wichtig ist uns auch das interdisziplinäre Netzwerken unter allen Teilnehmern“, sagt der Kongresspräsident. Insgesamt warten bis Freitag rund 250 Einzelveranstaltungen auf die Teilnehmer des DIVI-Kongresses.

 

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