Aktuelle Meldungen

DIVI und Philips unterstützen wissenschaftlichen Nachwuchs mit Forschungsförderpreis Delir-Management

Berlin/Hamburg – Anlässlich des 16. DIVI-Kongresses haben die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensivmedizin undNotfallmedizin (DIVI) und das Unternehmen Philips die Auslobung eines gemeinsamen Forschungsförderpreises Delir-Management bekannt gegeben. Verliehen wird der mit 10.000 Euro dotierte Preis erstmals im nächsten Jahr.

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Damit es bei Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen keine unliebsamen Überraschungen gibt

Es ist ein echter Fall. Zugetragen hat sich das Drama in den letzten Wochen: Vermutlich dachte die Patientin aus Nordrhein-Westfalen, alles richtig gemacht zu haben. Schließlich hatte sie im Gegensatz zu vielen anderen eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung. Doch nun liegt sie im Koma und muss höchstwahrscheinlich gegen ihren eigenen Wunsch weiterleben. Nicht konkret genug seien die Angaben auf den von ihr ausgefüllten Formularen, lautete das Urteil des Bundesgerichtshofs. „Dieser echte Fall ist leider kein Einzelfall“, sagt Professor Stefan Kluge, Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Präsident des 16. DIVI-Kongresses. „Laut einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs kann eine Patientenverfügung nur dann in Kraft treten, wenn sie sehr präzise und konkret umgesetzt werden kann.

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DIVI-Kongress 2016 – Künstliche Beatmung gewinnt immer mehr an Bedeutung

Die Luft, die wir atmen, besteht zu 21 Prozent aus Sauerstoff. Diesen brauchen wir, um Nährstoffe zu verbrennen, denn nur so gewinnen wir die Energie, die unseren Körper in Gang hält. Der Mensch kann so manches aufschieben, nicht aber die Atmung. Schon nach drei Minuten ohne Sauerstoff sterben erste Gehirnzellen ab, nach vier Minuten drohen bleibende Schäden, nach fünf Minuten oft schon der Tod. Fällt die Atmung aus, ist schnelle Hilfe gefragt. „Dann halten wir mit der künstlichen Beatmung die Herzfunktionen aufrecht und gewährleisten so, dass der Körper mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird“, sagt Professor Stefan Kluge, Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Präsident des 16. DIVI-Kongresses.

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Curriculum

ZWB Klinische Notfall- und Akutmedizin*

Die Etablierung zentraler interdisziplinärer Notaufnahmen hat sowohl aus medizinischen als auch aus ökonomischen Gründen stark an Bedeutung gewonnen. Aktuell beschäftigt sich der Gemeinsame Bundesauschuss mit zukünftigen Strukturen der Notfallversorgung an den Kliniken, auch hier wird die Bedeutung von Zentralen Notaufnahmen in der heutigen klinischen Notfallmedizin deutlich. Parallel zu dieser Entwicklung ist es erforderlich geworden, dem ärztlichen Personal – insbesondere dem leitend oder überwiegend in einer zentralen Notaufnahme tätigen - eine zusätzliche Qualifikation anzubieten.
In Anlehnung an das Europäische Curriculum für einen Facharzt für Notfallmedizin hatten die deutschen Fachgesellschaften mit hohem Aufkommen an Notfallpatienten unter dem Dach der DIVI im Rahmen der Novellierung der Musterweiterbildungsordnung eine 24-monatige Zusatzweiterbildung (ZWB) Interdisziplinäre Notaufnahme bei der BÄK beantragt. Ein Konzept, dem zwischenzeitlich auch die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) ebenfalls mit dem Antrag auf eine Zusatzweiterbildung gefolgt war.
Unter Moderation der Bundesärztekammer ist es Vertretern der DIVI und der DGINA Anfang 2016 nun gelungen, ein gemeinsames Konzept für eine Zusatzweiterbildung Klinische Notfall- und Akutmedizin vorzulegen:

Im Januar 2016 durch die DIVI und DGINA konsentiertes gemeinsames Konzept einer Zusatzweiterbildung Klinische Notfall- und Akutmedizin


Zusatz-Weiterbildung: „Klinische Notfall- und Akutmedizin“

  • Voraussetzung für den Erwerb der Bezeichnung
  • Facharztanerkennung in den Gebieten Allgemeinmedizin, Anästhesiologie, Chirurgie, Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin, Neurochirurgie oder Neurologie
  • Zusatzbezeichnung Notfallmedizin
  • 6 Monate Intensivmedizin

Weiterbildungszeit:

  • 24 Monate in einer interdisziplinären Notaufnahme, davon können
  • 6 Monate während der Facharztweiterbildung in einer interdisziplinären Notaufnahme angerechnet werden

 Die redaktionelle Überarbeitung beider vorliegenden früheren Vorschläge zu einem einheitlichen inhaltlichen Konzept erfolgt aktuell durch eine gemeinsame Arbeitsgruppe der DIVI und DGINA. Von der Vorlage eines abschließenden inhaltlichen detaillierten Konzeptes auf Basis des Europäischen Curriculums kann damit bis zum Jahresende 2016 ausgegangen werden.
Neben praktischen Fertigkeiten, die vor Ort in Kliniken, die eine interdisziplinäre Notaufnahme unterhalten, zu erlernen sind, ist im Rahmen der ZWB ein Curriculum zur Vermittlung notfallmedizinischen Kernwissens für zentrale Notaufnahmen vorgesehen. Seitens der DIVI wird dieses modular aufgebaute Curriculum nach den erfolgreichen Kursen mit hoher Resonanz in Leipzig, Hannover und Aachen 2015 und 2016 im Rahmen von Pilotprojekten auch weiterhin bereits im Vorfeld als durch die Landesärztekammern zertifizierte Fortbildung angeboten.
Nachdem alle Module des Curriculums absolviert sind und zusätzlich der Nachweis über die praktischen Fertigkeiten erbracht ist, wird seitens der DIVI ein entsprechendes Zertifikat für den erfolgreichen Abschluss ausgestellt werden. Sobald die Zusatzweiterbildung in der Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer endgültig verankert ist, werden wir seitens der DIVI auf die einzelnen Landesärztekammern zugehen, damit die Zertifizierung dieses Curriculums als Äquivalent der neuen Zusatzqualifikation anerkannt wird.
Die Module des Curriculums sind, wie unten stehend, zusammengefasst und werden zukünftig an verschiedenen Kursorten in Form von Blockkursen abgehalten werden. Die aktuelle Terminplanung bzw. die Kursangebote sind auf der Webseite der DIVI nachzulesen, auch das Anmeldeverfahren wird online durchgeführt werden.

pdfZusatzweiterbildung „Klinische Notfall und Akutmedizin“ soll in Deutschland die Klinische Notfallversorgung verbessern

pdfFlyer Curriculum zur ZWB Interdisziplinäre Notaufnahme

*durch DIVI und DGINA bei BÄK beantragt

Module der Zusatzweiterbildung

Block 1: Innere Medizin

Leitsymptome, Differentialdiagnosen, Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen
  • Thorax/Herz   
  • Lunge               
  • Infektionen und Sepsis  
  • Gastrointestinaltraktes 
  • Niere 
  • Endokrinologie               
  • Blutbildendes System und Blutungen
  • Intoxikationen
  • Haut
  • Sonstiges Symptome

Block 2: Anästhesie/ ZNA

Skills für die Notaufnahme
  • Atemwegssicherung     
  • Schockbehandlung        
  • Schmerztherapie           
  • BLS/ALS/CPR (SIM-Training)
Management in der Notaufnahme
  • Ausbildung/ Weiterbildung          
  • Struktur/ Ausstattung Personal
  • Abrechnung/ Finanzen
  • Sonstiges/ Juristische Aspekte
  • Psychosoziale Probleme
  • Hygiene

Block 3: Neurologie/ Neurochirurgie

Leitsymptome, Differentialdiagnosen, Diagnostik und Therapie bei
  • Störungen des Bewusstseins
  • Schwindel, Lähmung, Gang- und Sprachstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Krampfanfällen
  • psychiatrischen Problemen
  • Besonderheiten zur neurologischen Diagnostik

Block 4: Chirurgie/ Pädiatrie/ Sonstiges

Leitsymptome, Differentialdiagnosen, Diagnostik und Therapie bei
  • Trauma
  • Akutem Abdomen
  • Schmerzen in Extremitäten und Rücken
  • Erkrankungen und Verletzungen bei Kindern
  • anderen Erkrankungen
  • Synopsis: Radiologische Diagnostik in der ZNA

 

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