Aktuelle Meldungen

Jetzt anmelden: ALS-Provider-Kurs in Leipzig

(19.09.2017) Lebensrettende Reanimationsmaßnahmen sollten ständig geschult werden. Deshalb lädt das European Resuscitation Council (ERC) direkt vor dem DIVI-Kongress zur zweitägigen Fortbildung „Advanced Life Support“ (ALS) nach Leipzig ein. Der Kurs umfasst neben theoretischen Vorträgen vor allem praktische Stationen und simulierte Notfallszenarien sowie Kleingruppendiskussionen. In den verschiedenen Vorträgen, Gesprächen, Workshops und praktischen Übungen stehen am 4. und 5. Dezember neben ALS auch Themen wie Basic Life Support (BLS), Atemwegsmanagement sowie Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen im Fokus.

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Bis 30. September bewerben: DIVI-Stiftung vergibt Förderstipendien

(19.09.2017) Mit insgesamt 15.000 Euro sind zwei Förderprogramme der DIVI-Stiftung dotiert. Damit sollen klinische und wissenschaftliche Projekte der Intensiv- und Notfallmedizin unterstützt werden. Bewerbungsschluss für die ausgelobten Stipendien ist der 30. September. Wir stellen die Programme kurz vor:

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DIVI empfiehlt neuen Dokumentationsbogen zur Therapiebegrenzung

(05.09.2017) Die Intensivbehandlung zu begrenzen, das kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein. Zum Beispiel dann, wenn das Überleben eines Patienten nur um den Preis einer dauerhaften schweren Einschränkung seiner Lebensqualität sichergestellt werden kann. Die Sektion Ethik der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hat nun in Zusammenarbeit mit der Sektion Ethik der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) einen Dokumentationsbogen veröffentlicht, der bei dieser schwierigen Entscheidung eine wertvolle Hilfestellung gibt. Gemeinsam entwickelt haben ihn Vertreter vieler verschiedener Fachdisziplinen, unter anderem Medizinethiker, Medizinrechtler, Anästhesisten, Internisten, Pädiater und Palliativmediziner.

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DIVI fordert neue Strukturierung der Notfallversorgung

(27.06.2017) Die Notfallversorgung in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten personell und technologisch kontinuierlich weiterentwickelt. Nichtsdestotrotz scheint es ein Strukturproblem zu geben: Eine Analyse des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ergab, dass nur 22 Prozent der Notfalleinsätze mit Blaulicht echte Notfälle sind. Dafür wurden bundesweit 3.127 Einsätze ausgewertet. Kapazitäten für lebensbedrohliche Notfälle könnten dadurch fehlen beziehungsweise Einsätze verzögert werden. Seit Jahren steigen zudem die Notarzteinsätze jährlich um fünf bis sieben Prozent. Die Gründe, warum die Notrufnummer 112 auch in Bagatellfällen gewählt wird, sind vielschichtig. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) fordert daher ein Überdenken der bestehenden Strukturen, um die Notfallversorgung in Deutschland noch effizienter zu machen.

 Peter Sefrin„Viele Menschen kennen zum Beispiel überhaupt nicht die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117, sondern wählen direkt die 112“, sagt DIVI-Mitglied Professor Peter Sefrin*, der viele Jahre Sprecher der Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin innerhalb der DIVI war. Als Bundesarzt des DRK ist er zudem zuständig für eine einheitliche Ausbildung und Qualifikation, medizinische Lobby-Arbeit und Fragen rund um den Rettungsdienst. „Der Laie weiß nicht genau, wie ein Notfall definiert ist.“ Neben falschen Angaben des Anrufers – sei es bewusst oder unbewusst – ist das Unwissen bezüglich des richtigen Ansprechpartners also häufig ein Problem. Ein Lösungsansatz besteht laut Sefrin daher in einer besseren Aufklärung der Bürger. Sie müssten durch gezielte Informationskampagnen Einblick bekommen, wann ein Notarzt, wann der ärztliche Bereitschaftsdienst oder wann die Krankenhaus-Notaufnahme die richtigen Ansprechpartner sind.

 

 

Stärkere Vernetzung durch zentrale Anlaufstellen

„Eine weitere Möglichkeit, die Notfallrettungsmittel gezielter und wirtschaftlicher zu nutzen, liegt in der stärkeren Vernetzung der einzelnen Bereiche“, erklärt Sefrin. „Und zwar über die Rettungsleitstelle als zentrale Anlaufstelle, die die richtige Zuweisung vornimmt.“ Hier könnten auch die Vorzüge der Digitalisierung, zum Beispiel durch die elektronische Gesundheitskarte genutzt werden: Alle betroffenen Sektoren könnten so auf wertvolle Patienteninformationen über mögliche Ursachen des Notfalls, Vorerkrankungen sowie vorherige Untersuchungen und Therapien zugreifen. Die Politik sei gefragt, die Notfallversorgung sektorenübergreifend zu reformieren und zwar transparent und für den Bürger nachvollziehbar. Die Finanzierung dieses Modells würde sich nach der Form einer möglichen Regelung richten müssen – es gäbe dann keine getrennten Budgets mehr, sondern einen gemeinsamen Topf für alle Sektoren.

 

Qualifikationen in den Rettungsleitstellen ausbauen

Hossfeld Bjoern QUELLE Privat lowresÄhnlich sieht das Dr. med. Björn Hossfeld*, Oberarzt am Bundeswehrkrankenhaus Ulm und derzeitiger Sprecher der DIVI-Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin der DIVI: „Das Problem liegt nicht in der Bereitstellung von Ressourcen. Denn in den vergangenen Jahren ist die Vorhaltung im Rettungsdienst immer wieder erweitert worden, sogar neue Notarzt-Standorte sind entstanden. Nur die Art und Weise, wie mit diesen Ressourcen umgegangen wird, muss sich ändern.“ Hilfreich wären schon recht einfache Maßnahmen: Zum Beispiel könnten in den Rettungsleitstellen auch Ärzte mit eingebunden werden, die die Bedürfnisse der Patienten häufig noch besser einschätzen könnten. „Durch gezieltes Nachfragen könnte dieser Arzt in der Rettungsleitstelle in unklaren Situationen die akute Bedrohung des Patienten beurteilen und vor allem juristisch einfacher ein geringer wertiges Rettungsmittel einsetzen, als dies dem nicht ärztlichen Disponenten möglich ist.“ Eine mögliche Unterstützung für das nicht-ärztliche Rettungsfachpersonal hinsichtlich der Entscheidung, ob Patienten an den hausärztlichen Dienst weitergeleitet werden können oder in einer Notfallaufnahme vorgestellt werden müssen, könnten auch telemedizinische Angebote bieten.

 

*Fotos: privat

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